Stuttgarter Autohersteller

So sieht der neue Porsche 911 aus

Der Stuttgarter Sportwagenbauer schickt die neunte Generation seiner Ikone auf die Straße. Bei der Premiere präsentiert sich der 911er als Cabrio-Kraftpaket.

Der Porsche 911 ist  etwas bulliger geworden.

©  

Der Porsche 911 ist etwas bulliger geworden.

Von Peter Stolterfoht

Der Premierenvorhang hebt sich, der neue 911er bewegt sich – und das bei Bedarf ziemlich schnell. Wie sollte es auch anders sein, bei diesem Porsche, der als Inbegriff des deutschen Sportwagens gilt. Deshalb sind die Daten – Vier-Liter Boxermotor, sechs Zylinder, 9000 Umdrehungen pro Minute, Sechsgang-Schaltgetriebe – nicht das wirklich Überraschende bei der Präsentation der neunten Generation dieses immer wieder neu interpretierten Klassikers. Mehr Ungewissheit brachte im Vorfeld die Frage nach der Optik mit sich.

Video betont die markante Optik

Die Antwort liefert das am Dienstagnachmittag von Porsche veröffentlichte und auf Teneriffa produzierte Präsentationsvideo, das den neuen 911er erstmals einem interessierten Publikum zeigt. Und das als Cabrio-Version mit einem vollautomatischen Verdeck und zwei Sitzen, dazu markante Kotflügel und Türen. Das sieht dann schon nach Kraftpaket aus und ist weniger Understatement als früher.

Der neue 911 GT3 S/C, wie die vollständige Bezeichnung des Wagens lautet, ist so etwas wie die große Abschlussarbeit von Michael Mauer (63). Der Porsche-Chefdesigner ist Anfang 2026 nach 22 Jahren aus dem Stuttgarter Konzern ausgeschieden. Sein Traum, auch noch einen Elektro-Neunelfer gestalten zu können, erfüllte sich unter dem neuen Porsche-Chef Michael Leiters nicht mehr.

Ein dazu passendes Zitat hatte der einstige Konzern-Patron Ferry Porsche (1909 – 1989) geliefert: „Das letzte Auto das gebaut wird, wird ein Sportwagen sein.“ Heute könnte es heißen: Der letzte Sportwagen, der gebaut wird, wird ein Verbrenner sein. So einer möglicherweise wie der neue Porsche 911er.

Die Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Fahrzeugs, die gerade ihre Fortschreibung erlebt, beginnt vor mehr als 60 Jahren. Der erste von Ferry Porsches Sohn Ferdinand Alexander (F.A.) Porsche (1935 – 2012) konzipierte 911er wird auf der Internationalen Automobilausstellung 1963 in Frankfurt vorgestellt und gilt seitdem als Sportwagen in Reinkultur: als ein ganz auf den Fahrer zugeschnittener Wagen ohne äußerlichen Schnicksack, mit klaren und reduzierten Formen.

Der Klassiker betont den Markenkern

1964 kommt das Auto mit der Typenbezeichnung 901 auf den Markt, muss dieses aber schnell wieder ändern, weil sich Peugeot bereits in der 20er-Jahren dreistellige Zahlen mit einer 0 in der Mitte hatte schützen lassen. Um einem Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen, wich Porsche auf die Bezeichnung 911 aus, unter der der Wagen zu einem echten Klassiker geworden ist; seitdem ist es das wichtigste, den Markenkern betonende Fahrzeug von Porsche.

Diese Ausnahmestellung zeigt sich aktuell wieder ganz deutlich. Während alle anderen Modelle des Zuffenhäuser Autobauers rückläufige Verkaufszahlen verzeichnen, ist der bisherige 911er (gebaut von 2019 an) mit einem Absatzplus im ersten Quartal 2026 die positive Ausnahme. Diesem Trend soll der Neue einen zusätzlichen Schub geben.

Der als „besonders fahrspaßorientiert“ beworbene Leichtbau-Sportwagen hat seinen Preis, der bei 269 000 Euro beginnt. Aber das ist auch keine ganz große Überraschung.

Die Daten im Überblick

WerteBeim Porsche 911 GT3 S/C liegt der Kraftstoffverbrauch kombiniert zwischen 13,7 und 13,8 Litern auf 100 Kilometer. Angetrieben wird das Sportwagen-Cabrio von einem frei saugenden 4,0-Liter-Boxermotor mit 375 kW (510 PS) und 9000 Umdrehungen pro Minute.

PreisDer neue 911er kann in der Basisversion von sofort an zu einem Preis von 269 000 Euro bestellt werden. Das luxuriöse Street-Style-Paket mit vielen Extras kostet zusätzlich knapp 28 000 Euro.

Open-Air-Erlebnis

© Porsche

Open-Air-Erlebnis

Testfahrt auf  Teneriffa

© Porsche

Testfahrt auf Teneriffa

Sportlicher Zweisitzer mit markanten Karositzen

© Porsche

Sportlicher Zweisitzer mit markanten Karositzen

Schwungvolle Typenbezeichnung

© Porsche

Schwungvolle Typenbezeichnung

Gutes Rad ist teuer.

© Porsche

Gutes Rad ist teuer.

Zum Artikel

Erstellt:
14. April 2026, 16:10 Uhr
Aktualisiert:
14. April 2026, 16:12 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen