Solider Start, aber Luft nach oben: KSC will zulegen

dpa/lsw Nürnberg/Karlsruhe. Der Karlsruher SC hat schon doppelt so viele Punkte wie zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison, gerade vorne aber noch Steigerungspotenzial. Personell verstärkt wird allerdings weiter die Defensive.

Fußbälle liegen in einem Tor. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Fußbälle liegen in einem Tor. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Der Arbeitsauftrag für die anstehende Länderspielpause ist beim Karlsruher SC klar formuliert. Die „Entscheidungsfindung 30 Meter abwärts Richtung gegnerisches Tor“ muss nach Ansicht von Trainer Christian Eichner „dringend“ verbessert werden. Die Badener sollen im letzten Drittel des Feldes gefährlicher werden, um in der 2. Fußball-Bundesliga oben dranzubleiben.

Nach der ersten Saisonniederlage am vergangenen Freitag beim 1. FC Nürnberg (1:2) steht der KSC bei acht Punkten. „Es gibt schlechtere Starts“, sagte Stürmer Fabian Schleusener. In der vergangenen Spielzeit etwa hatten die Karlsruher zum gleichen Zeitpunkt nur vier Zähler. In Nürnberg sah Coach Eichner „eines der besten Fußballspiele, seit ich diese Mannschaft übernommen habe“ und damit „eine Messlatte, der wir uns Woche für Woche stellen müssen.“

Er sah aber eben auch erneut offensive Schwächen. So reichte es nach den Gegentoren durch Lino Tempelmann (50. Minute) und Erik Schuranow (74.) nur noch zum Anschlusstreffer durch Malik Batmaz (82.), aber nicht mehr zu einem Punkt. Insgesamt hat der KSC diese Saison bislang sieben Liga-Tore erzielt, in den zurückliegenden drei Partien nur noch eines - eine durchaus ausbaufähige Bilanz.

Externe Verstärkungen für die Offensive werden in der am Dienstag endenden Transferperiode allerdings nicht mehr erwartet. Stattdessen rüstete der KSC zuletzt vor allem die Abwehr auf. Kilian Jakob (FC Augsburg) und Felix Irorere (Eintracht Frankfurt) wurden als neue Verteidiger verpflichtet. Laut „Badischen Neuesten Nachrichten“ soll in Daniel O'Shaughnessy (HJK Helsinki) nach Möglichkeit sogar noch ein weiterer dazukommen - allerdings wohl erst im Spätjahr, wenn die Saison in Finnland endet und der Vertrag des Spielers ausläuft.

Auf der Abgabeseite bahnt sich laut Sportgeschäftsführer Oliver Kreuzer diesen Sommer nichts mehr an. Die Profis, die da sind, arbeiten in den kommenden zwei Wochen also an ihrer Abschlussstärke für das nächste Heimspiel gegen Holstein Kiel am 11. September.

© dpa-infocom, dpa:210829-99-11124/3

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Erstellt:
29. August 2021, 12:49 Uhr

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