Sonnenhof-Umbau liegt gut im Zeitplan

Die Erdbauarbeiten sind so gut wie abgeschlossen und damit ist die wetterkritische Phase beendet. In Kürze soll der neue Gebäudetrakt für den Wellnessbereich des Kleinaspacher Hotels Sonnenhof in die Höhe wachsen. Bis Juni soll er fertiggestellt werden.

Auf der Großbaustelle am Sonnenhof herrscht reger Betrieb. Mit dem Baufortschritt sind die Verantwortlichen zufrieden. Fotos: A. Becher

© Alexander Becher

Auf der Großbaustelle am Sonnenhof herrscht reger Betrieb. Mit dem Baufortschritt sind die Verantwortlichen zufrieden. Fotos: A. Becher

Von Lorena Greppo

Aspach. Im September vergangenen Jahres rollte der erste Bagger am Hotel Sonnenhof an, seitdem herrscht rege Bautätigkeit. Die Bodenplatten des Neubaus an der Westseite des Hotelkomplexes sollen noch diese Woche fertiggestellt werden, „dann sind die Erdarbeiten so weit geschafft“, sagt Uli Ferber. Regenphasen hätten zwischendurch die Arbeiten erschwert und zu einer Verzögerung von ein bis zwei Wochen geführt, damit sei aber zu rechnen gewesen, so der Hotelchef. „Jetzt kann nicht mehr viel passieren, was die Witterung angeht.“ Ab kommender Woche geht der Stahlbau los, dann gehe es recht schnell, bis der Rohbau steht. Ab April gehe es dann mit dem Innenausbau weiter, sodass – so der Plan – Ende Mai bis Mitte Juni alles fertig ist.

„Alles“ umfasst eine Menge, denn mit dem Umbau geht eine Umstrukturierung des Hotels hin zu sanfterem Tourismus einher. Natur, Erholung und Wellness sollen künftig eine größere Rolle spielen. Das bestehende Angebot werde gestärkt und erweitert, versichert Ferber. Manche Stammgäste hätten sich schon mit Bedenken an die Betreiber gewandt, ob künftig keine Tanzveranstaltungen mehr geboten seien. Diese habe man entkräften können. Unter anderem werde sich im Neubau ein Fahrrad- und Mountainbikeverleih finden. Die Vorzüge der Region mit den Weinbergen direkt vor der Haustür sollen erlebbar sein.

Im Hotel selbst sollen Gäste nach Fertigstellung des Neubaus die Seele baumeln lassen können. Neben fünf Themensaunas sind eine Eisgrotte, zwei Außenpools sowie ein Spa-Bereich mit sechs Räumen für kosmetische Behandlungen geplant. Im zweiten Stockwerk ist ein Freigelände mit Liegeplätzen vorgesehen. Abgerundet wird das Ganze durch großzügige Räume für Firmenbankette oder private Feiern.

14 neue Zimmer und sechs Suiten

Der neue Wellnessbereich soll sich nahtlos an das Bestandsgebäude anschließen. Und auch dort wurde schon umgestaltet. Der Pool im Inneren etwa sei nun mit Gegenstromanlage und Massagedüsen ausgestattet, berichtet Ferber. Dieser ist schon jetzt nutzbar. Die Verantwortlichen hätten sehr darauf geachtet, für die Gäste immer etwas geboten zu haben, hebt Uli Ferber hervor. Denn die Bauarbeiten laufen parallel zum normalen Hotelbetrieb. „Wir haben unsere Gäste rechtzeitig im Vorfeld darauf hingewiesen, dass am Hotel gebaut wird. Über Social Media und unsere Homepage informieren wir transparent über den jeweils aktuellen Stand der Arbeiten.“ Insofern könne er die Beschwerden, die es wegen des Baulärms gegeben hat, an einer Hand abzählen.

Der Anbau ist allerdings nicht die einzige Baustelle am Hotel. Zugleich wird auch das Bettenhaus ausgebaut. „Auch hier liegen wir gut im Zeitplan“, zeigt sich Ferber erfreut. 14 zusätzliche Zimmer sowie sechs Suiten entstehen an dieser Stelle. Die Aufstockung habe auch mit neuen Anforderungen an den Brandschutz zu tun, erklärt der Hotelier. Bis Ende Mai soll auch dieser Ausbau beendet werden.

Momentan ist das Hotel Sonnenhof allerdings weit von einer Vollbelegung der Betten entfernt. Bei einer Auslastung von etwa 30 Prozent bewege man sich derzeit, so Ferber. Noch bis zum Oktober sei das Geschäft wieder recht gut gelaufen. Als dann aber die vierte Coronawelle anrollte, wurde es wieder deutlich weniger. „Es läuft nicht ideal. Die Leute sind verängstigt und überfordert mit den sich ständig ändernden und oft auch unverständlichen Regeln“, hat der Hotelchef festgestellt. Und die Branche sei von der Politik schwer im Stich gelassen worden.

Umso verwunderlicher mag es manchem erscheinen, dass die Betreiber gerade in solcher Zeit Millionenbeträge in die Neuausrichtung investieren. „Wir haben uns das im Vorfeld sehr gut überlegt“, sagt Ferber dazu. Noch bis im September die Bagger anrollten, hätten die Verantwortlichen einen Rückzieher machen können. Doch: „Wir müssen positiv in die Zukunft blicken und für die künftige Generation planen.“ Die Anforderungen an die Branche werden nach der Coronapandemie andere sein, vermutet Ferber, da seien Mut und Kreativität gefragt. Eine Garantie, dass das neue Konzept für den Sonnenhof aufgeht, könne es nicht geben. Uli Ferber ist sich jedoch sicher: „Es werden wieder bessere Zeiten kommen.“ Zumal das Hotel mit allen im Sonnenhof angesiedelten Firmen in Spitzenzeiten bis zu 300 Arbeitsplätze bietet. Die Mitarbeiter wolle man halten.

Besonders im Inneren des Hotels hat sich schon viel getan, berichtet Uli Ferber. Beispielsweise wurde der Pool neu gestaltet und hat neue Zusatzfunktionen.

© Alexander Becher

Besonders im Inneren des Hotels hat sich schon viel getan, berichtet Uli Ferber. Beispielsweise wurde der Pool neu gestaltet und hat neue Zusatzfunktionen.

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Erstellt:
4. Februar 2022, 06:00 Uhr

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