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Sorgen der Winzer konzentrieren sich auf Arbeitskräfte

dpa/lsw Freiburg/Weinsberg. Im Wein steckt viel Handarbeit. Ob in diesem Jahr genug Helfer nach Baden-Württemberg kommen? Die Coronavirus-Pandemie macht die Planungen der Winzer schwierig.

Ein Winzer bringt in einem Weinberg Pheromonampullen zwischen Weinreben an. Foto: Marijan Murat/dpa

Ein Winzer bringt in einem Weinberg Pheromonampullen zwischen Weinreben an. Foto: Marijan Murat/dpa

Ob der Wein-Jahrgang 2020 im Südwesten gut wird, hängt an vielen Faktoren. Kommt noch Spätfrost, gibt es das richtige Maß an Sonne und Regen? Die Sorgen der Winzer konzentrieren sich aktuell allerdings stark auf die Frage, ob ausreichend Helfer verfügbar sein werden. Das Aufhängen von Ampullen mit einem Lockstoff für die biologische Schädlingsabwehr im März habe mit Hilfe von Schülern und Studenten noch gut geklappt, sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbandes, Holger Klein.

Jetzt stehen die nächsten Arbeiten in den Weinbergen an, etwa das Ausbrechen der Stammtriebe. „Das wird kritisch für die Betriebe“, sagte der Präsident des Weinbauverbands Württemberg, Hermann Hohl.

Normalerweise kommen nach Angaben von Hohl und Klein ausreichend Arbeitskräfte aus Osteuropa nach Baden-Württemberg, um die Arbeit in den Weinbergen zu erledigen. Wegen der Coronavirus-Pandemie sei in diesem Jahr aber alles schwieriger. „Es könnte einen Mangel geben“, sagte Klein. „Wir sind dran an dem Thema.“ Die Winzer in Baden-Württemberg bräuchten mehrere Tausend Helfer. Während der Weinlese steige der Bedarf sogar auf mehr als 20 000 Arbeitskräfte, sagte Hohl. „Das stellt uns vor große Herausforderungen.“.

Kein großes Thema sei in diesem Frühjahr bisher der Frost gewesen. Es habe in den badischen und württembergischen Weinanbaugebieten zwar einige leichte Nachtfröste gegeben, die aber kaum Schäden verursacht hätten.

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Erstellt:
16. April 2020, 07:16 Uhr

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