Niederlage gegen Borussia Dortmund

VfB verliert trotz Überlegenheit

Das Spitzenspiel am Samstagabend hält nicht, was die Paarung versprach. Der BVB findet offensiv lange nicht statt - und schlägt dann in der Nachspielzeit gegen den VfB Stuttgart zu.

Karim Adeyemi und Julian Brandt haben Borussia Dortmund in einem lange chancenarmen Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zum Sieg beim VfB Stuttgart geführt.

© THOMAS KIENZLE / AFP

Karim Adeyemi und Julian Brandt haben Borussia Dortmund in einem lange chancenarmen Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zum Sieg beim VfB Stuttgart geführt.

Von red/dpa

Karim Adeyemi und Julian Brandt haben Borussia Dortmund in einem lange chancenarmen Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga zum Sieg beim VfB Stuttgart geführt. In der Nachspielzeit trafen die beiden eingewechselten Offensivspieler zum 2:0 (0:0). Bei den ersten richtigen Torchancen der Dortmunder (90.+4 und 90.+6) schlug das Team von Trainer Niko Kovac am Ende doch noch zu.

Im Duell des Tabellenzweiten mit dem Dritten hatten die Spitzenteams den 60.000 Zuschauern zuvor alles andere als ein Offensivspektakel geboten. Die Dortmunder hatten sich weitestgehend auf die Defensive konzentriert, steuern aber zunehmend auf die nächste Vizemeisterschaft zu. Sie bauten zudem den Vorsprung auf den VfB in der Tabelle auf elf Punkte aus. Sieben Pflichtspiel-Begegnungen in Serie waren die Westfalen zuvor nicht gegen die Stuttgarter erfolgreich gewesen.

VfB verpasst Punkte für angestrebte Königsklassen-Teilnahme

Angesichts eines dominanten Auftritts ist die Niederlage für die drittplatzierten Stuttgarter auf dem erhofften Weg in die Champions League eine verpasste Gelegenheit. Auch der zuletzt so treffsichere Nationalstürmer Deniz Undav, dessen Rolle bei Bundestrainer Julian Nagelsmann die Schlagzeilen und Gesprächsthemen beherrscht hatte, blieb diesmal ohne Treffer und wurde selten in Szene gesetzt.

Die Gastgeber bestimmten von Anfang an und über weite Strecken das Geschehen, taten sich aber in der Offensive schwer, sich vielversprechende Torgelegenheiten zu erarbeiten. In der ersten Hälfte brauchte die Mannschaft von Trainer Hoeneß knapp 20 Minuten, um erstmals gefährlich zu werden.

Nach einem Ballverlust von Ramy Bensebaini schloss Taktgeber Angelo Stiller nicht zwingend genug ab, um BVB-Keeper Gregor Kobel zu überwinden. Chris Führichs Versuch wurde anschließend geblockt. Führich war über die linke Seite in der ersten Hälfte ein Aktivposten, aber auch er belohnte sein Team für die nicht. Sein Freistoß aus aussichtsreicher Position eine Viertelstunde später flog ebenso über das Tor wie ein Abschluss nach einer Ecke kurz vor der Pause.

BVB setzt sich in der ersten Hälfte offensiv nicht in Szene

Vor der Länderspielpause hatten sich die Dortmunder nach der furiosen Aufholjagd zum knappen 3:2 gegen den Hamburger SV von Sportdirektor Sebastian Kehl getrennt. Nachfolger Ole Book musste in der MHP Arena verfolgen, wie von den Gästen in der Offensive mit dem früheren Stuttgarter Torjäger Serhou Guirassy so gut wie gar nichts zu sehen war. In der Defensive wurden die Ballaktionen des früheren Stuttgarter Verteidigers Waldemar Anton von den VfB-Fans mit lauten Pfiffen bedacht.

Nach dem Seitenwechsel blieb der VfB die Mannschaft, die dem Tor näher kam. Zehn Minuten nach der Pause hätte Lorenz Assignon die Schwaben in Führung bringen können. Doch der Rechtsverteidiger nutzte es nicht entschlossen genug, dass er im Strafraum recht allein gelassen abziehen konnte und scheiterte an Kobel (55.). Bei Distanzschüssen von Stiller und Jamie Leweling musste der BVB-Torhüter nicht eingreifen. Bei den späten Gegentoren von Adeyemi und Brandt war er machtlos.

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß wollte mit dem VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund punkten, um weiter im Rennen um die Champions-League-Plätze zu bleiben.

© Baumann/Julia Rahn

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß wollte mit dem VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund punkten, um weiter im Rennen um die Champions-League-Plätze zu bleiben.

Doch daraus wurde nichts. Der VfB Stuttgart war zwar fast das ganze Spiel über drückend überlegen.

© THOMAS KIENZLE / AFP

Doch daraus wurde nichts. Der VfB Stuttgart war zwar fast das ganze Spiel über drückend überlegen.

Doch es gelang kein Treffer. Hier parierte Gregor Kobel einen Schuss von Chris Führich.

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Doch es gelang kein Treffer. Hier parierte Gregor Kobel einen Schuss von Chris Führich.

Deniz Undav war im Spiel kaum zu sehen.

© Harry Langer/dpa

Deniz Undav war im Spiel kaum zu sehen.

Kurz vor Schluss traf dann Karim Adeyemi ein Tor für Dortmund in der 94. Minute.

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Kurz vor Schluss traf dann Karim Adeyemi ein Tor für Dortmund in der 94. Minute.

Ein weiteres Tor für den BVB fiel nur eine Minute später. Julian Brandt führte die Dortmunder mit dem 2:0 in der 96. Minute zum Sieg.

© THOMAS KIENZLE / AFP

Ein weiteres Tor für den BVB fiel nur eine Minute später. Julian Brandt führte die Dortmunder mit dem 2:0 in der 96. Minute zum Sieg.

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Erstellt:
4. April 2026, 20:52 Uhr
Aktualisiert:
4. April 2026, 21:12 Uhr

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