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Sparer bringen mehr Geld zu Volks- und Raiffeisenbanken

dpa/lsw Stuttgart. Viele Sparer in Baden-Württemberg legen wegen der niedrigen Zinsen ihr Geld nicht mehr langfristig an. Das Geld fließe vor allem in täglich fällige Einlagen, also beispielsweise Tagesgeld, sagte der Präsident des Genossenschaftsverbandes, Roman Glaser, am Freitag in Stuttgart. Das sei ein Zeichen, dass der Kunde nicht so richtig wisse, was er mit seinem Geld anfangen solle. Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank schade den Bankkunden in Deutschland.

Die gesamten Einlagen der 168 Volks- und Raiffeisenbanken im Südwesten legten im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent auf 133,1 Milliarden Euro zu. Die täglich fälligen Einlagen verzeichneten ein Plus von 9,1 Prozent auf 89,1 Milliarden Euro. Hingegen gingen die Termineinlagen um 4,4 Prozent auf 8 Milliarden Euro zurück.

Ihr Kreditgeschäft bauten die genossenschaftlichen Institute aus. Insgesamt legte es um 6,3 Prozent auf 108,6 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich verdienten die Institute rund 497 Millionen Euro. Das war ein Plus von 33,6 Prozent, das auf positive Sondereffekte zurückging. Der wichtige Zinsüberschuss hingegen sank um 1,2 Prozent auf 2,76 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitglieder der Institute im Südwesten legte weiter zu - um 11 400 auf jetzt mehr als 3,78 Millionen.

Die Zahl der Volks- und Raiffeisenbanken wird sich voraussichtlich weiter verringern. Es seien sieben Fusionen geplant, teilte Glaser mit.

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Erstellt:
6. März 2020, 11:09 Uhr

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