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Speerwurf-Meister Andreas Hofmann vermisst Chancengleichheit

dpa Braunschweig. Der deutsche Speerwurf-Meister Andreas Hofmann hat die ungleichen Voraussetzungen der Leichtathleten bei den Titelkämpfen an diesem Wochenende in Braunschweig bemängelt. „Auf der einen Seite bin ich froh, dass der DLV in diesen Zeiten eine Meisterschaft zustande bekommen hat - trotz Hygiene- und Abstandsmaßnahmen“, sagte der 28 Jahre alte Mannheimer in einem Interview des Internetportals „Sportbuzzer“ (Freitag). „Auf der anderen Seite muss man hinterfragen, ob es eine deutsche Meisterschaft ist, bei der jeder gleichberechtigt an den Start geht. Ich denke, das ist nicht der Fall.“

Andreas Hofmann wirft den Speer. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Andreas Hofmann wirft den Speer. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Hofmann verwies darauf, dass manche Sportler während der Corona-Krise durchtrainieren konnten, weil Hallen und Plätze nicht geschlossen wurden. „Andere Athleten waren über mehrere Wochen ohne Trainingsstätte“, sagte der Vize-Europameister von Berlin 2018. „Jeder ist anders auf den Wettkampf vorbereitet, die Routine im Training fehlt. Das macht bei uns im Speerwerfen Meter aus.“

Hofmann kann zum dritten Mal hintereinander deutscher Meister werden. Allerdings gilt Ex-Weltmeister Johannes Vetter (Offenburg) als Favorit. Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena verzichtet auf eine Teilnahme.

Angesichts der reduzierten Starterfelder hätte man, meinte Hofmann, die Titelkämpfe „vielleicht als DLV-Gala bezeichnen können und nicht als deutsche Meisterschaft“. Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat ein 45-seitiges Hygienekonzept erstellt, um die Veranstaltung durchführen zu können.

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Erstellt:
7. August 2020, 18:43 Uhr

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