Sperrung der A 5 wegen Rauch in Chemiefirma

Heidelberg /LSW - Starke Rauchentwicklung in einem Heidelberger Chemieunternehmen hat am Samstagmorgen gegen 6 Uhr zu einem Großeinsatz der Feuerwehren geführt. Wegen des beißend riechenden Rauchs blieb die nahe gelegene Autobahn 5 zwischen Schwetzingen und Dossenheim bis gegen 10 Uhr gesperrt. Fünf Menschen erlitten nach Polizeiangaben leichte Verletzungen, die Bewohner angrenzender Stadtteile und Gemeinden wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Ursache für den Rauch am frühen Samstagmorgen sei eine ungewollte Reaktion von 3000 Litern Chemierückständen gewesen, teilte die Polizei mit. In einer Recyclingmaschine haben nach Angaben der Feuerwehr zwei Stoffe miteinander reagiert. Durch ein Überdruckventil konnte der Rauch entweichen.

Der Rauch roch stark, war aber nach Messungen der Feuerwehr nicht gesundheitsgefährdend. Eine Feuerwehrfrau, drei Polizisten und eine Passantin klagten über Kopfschmerzen und Schwindel, so die Polizei. Nach rund zweieinhalb Stunden klang die Reaktion ab, die Rauchentwicklung endete. Sicherheitsmaßnahmen an der betroffenen Maschine hätten dazu geführt, dass sich die Maschine selbst abschaltete, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Insgesamt 150 Feuerwehrleute, zum Teil in Schutzanzügen, waren im Industriegebiet in Heidelberg im Einsatz. Umweltmessungen der Berufsfeuerwehr Heidelberg ergaben den Angaben zufolge keine erhöhten Schadstoffwerte.

Zum Artikel

Erstellt:
5. Februar 2019, 10:44 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Baden-Württemberg

Sorge um heimische Streuobstwiesen

dpa/lsw Konstanz. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Hahn hat mehr finanzielle Unterstützung für Streuobstwiesen gefordert. Die staatliche Streuobst-Förderung... mehr...