Sprecher zu Sondierung: „Erstmal ein ordentliches Abtasten“

dpa/lsw Stuttgart. In den ersten Sondierungsgesprächen zur Regierungsbildung im Südwesten werden die Verhandler nach Auskunft des Sprechers von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) noch nicht inhaltlich in die Tiefe gehen. „Das ist ein Warming-Up“, sagte Rudi Hoogvliet am Mittwochmorgen vor Beginn der Verhandlungen in Stuttgart. „Wir machen jetzt erstmal ein ordentliches Abtasten und gehen aber inhaltlich nicht wirklich in die Tiefe heute.“ Das müsse dann in den nächsten Runden passieren. Man müsse inhaltlich zusammenkommen und das Gefühl haben, eine verlässliche und stabile Regierung für fünf Jahre bilden zu können. Man werde in den jeweils 90 Minuten mit CDU, SPD und FDP noch keine Themenblöcke in der Tiefe abarbeiten, aber man werde Kernpunkte anreißen.

Der baden-württembergische Regierungssprecher, Rudi Hoogvliet (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Der baden-württembergische Regierungssprecher, Rudi Hoogvliet (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Kretschmann selbst sagte vor Beginn der Gespräche der Deutschen Presse-Agentur, es gehe sowohl um Atmosphäre als auch um Inhalte. Es könne eine schwierige Entscheidung werden. „Ich bin gespannt.“

Zuerst wollten sich Kretschmann und andere Spitzen-Grüne mit der CDU treffen, die bei der Landtagswahl am Sonntag weit hinter der Ökopartei gelandet war. Die Union um Parteichef und Innenminister Thomas Strobl will Grün-Schwarz - wenn möglich - fortsetzen. Am Nachmittag wollen die Grünen mit der SPD die Chancen für eine Ampel mit der FDP ausloten. Anschließend ist das Gespräch mit den Liberalen geplant. Sozialdemokraten und FDP sehen die CDU als abgewählt an und streben in die Regierung. Die Sondierungen sollen voraussichtlich in der kommenden Woche weitergehen.

© dpa-infocom, dpa:210317-99-856448/2

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Erstellt:
17. März 2021, 10:20 Uhr

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