Staatsanwalt ermittelt weiter
Die Tierrechtsorganisation Peta hat Strafanzeige gegen die Wilhelma erstattet. Was passiert jetzt?
Von Iris Frey
Stuttgart - Knapp ein Jahr prüft die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun schon eine Anzeige der Tierrechtsorganisation Peta gegen die Verantwortlichen der Wilhelma. Der Vorwurf: Mutmaßliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Peta prangerte „zahlreiche Verhaltensstörungen bei verschiedenen Tierarten“ an. Im Juli und Oktober 2024 wurden Videoaufnahmen von Bonobos gemacht. Die hätten sich Haare ausgerissen und den eigenen Kot gefressen. Das sei, so Yvonne Würz von Peta damals, „eindeutig unnatürliches Verhalten.“ Zum aktuellen Stand der Ermittlungen äußert sich die Staatsanwaltschaft ebensowenig wie zu den Vorwürfen. Sprecher Patrick Fähnle sagte auf Anfrage: „Die Ermittlungen dauern an.“
Außerdem könne er bestätigen, dass auch gutachterliche Stellungnahmen beauftragt worden seien, deren Ergebnisse noch ausstünden. Ferner ist weiterhin unklar, welche Personen möglicherweise in der Wilhelma ins Visier der Ermittler gerückt sind. In der Anzeige gehe es laut Peta nicht nur um Affenhaltung, sondern auch um andere Tiere, etwa die Haltung von Elefanten.
