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Städte mahnen Klimaschutz auch in Corona-Krise an

dpa/lsw Karlsruhe. Der Klimaschutz darf auch in der Corona-Krise nicht zur Nebensache werden - das betonen mehrere baden-württembergische Städte in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Vor einem Jahr, am 2. Mai 2019, rief Konstanz als erste deutsche Stadt den „Klimanotstand“ aus. Seitdem sind bundesweit Dutzende Städte diesem Beispiel gefolgt. Mancherorts gibt es nun Befürchtungen, dass durch finanzielle Ausfälle wegen der Corona-Krise ehrgeizige Klimaziele nicht erreicht werden.

„Die Klimakrise stellt eine existenzielle Bedrohung und enorme Herausforderung für die Menschheit dar, auch wenn sie sich - anders als die Corona-Pandemie - nicht innerhalb von Wochen, sondern innerhalb von Jahrzehnten entwickelt und ständig verschärft“, betonte Karlsruhes Umweltbürgermeisterin Bettina Lisbach (Grüne). Sie warnte vor Tendenzen, angesichts der Corona-Krise auf Abwarten oder Verschieben zu setzen. Es komme vielmehr darauf an, Förder- und Investitionsprogramme, die jetzt zur Wiederbelebung der Wirtschaft auf den Weg gebracht werden, klimafreundlich auszurichten.

„Die Gefahr, dass das Bewusstsein für die dringende Notwendigkeit eines konsequenten Klimaschutzes in den Hintergrund gerät, besteht“, hieß es auch aus Heidelberg. Die Klimaveränderungen der vergangenen Jahre und die aktuelle Frühjahrsdürre zeigten aber die Wichtigkeit des Handelns. Zugleich warnte eine Sprecherin: „Es gibt in allen öffentlichen Haushalten massive finanzielle Belastungen durch Corona-Hilfen und gleichzeitig extreme Einbrüche der Steuereinnahmen, die die Finanzierung des Klimaschutzes gefährden.“ Anstehende Konjunkturprogramme müssten nun konsequent auf die Förderung nachhaltigen und klimafreundlichen Wirtschaftens ausgerichtet werden.

„Allgemein kann man sagen, dass nicht die derzeitige Situation genutzt werden sollte, um in veraltete Technologien zu investieren“, betonte auch Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim Städtetag Baden-Württemberg. Für Stuttgarts Umweltbürgermeister Peter Pätzold (Grüne) bleibt der Klimaschutz eine Daueraufgabe: „Die Dürre der letzten Wochen macht uns allen zu schaffen, sie ist eine Mahnung, verstärkt das Klima zu schützen.“

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Erstellt:
1. Mai 2020, 10:02 Uhr

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