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Statistiker: Toilettenpapier-Absatz bricht ein

dpa Wiesbaden. Erst gehamstert, jetzt kommen die Vorräte zum Einsatz: Der Verkauf von Klopapier ist laut Statistischem Bundesamt in der vergangenen Woche stark zurückgegangen. Ein anderes Produkt ist aber immer noch stark nachgefragt.

Ein Mann trägt eingekauftes Toilettenpapier und Küchenrollen aus einem Supermarkt. Foto: Rene Traut/dpa

Ein Mann trägt eingekauftes Toilettenpapier und Küchenrollen aus einem Supermarkt. Foto: Rene Traut/dpa

Der Verkauf von Toilettenpapier ist in der vergangenen Woche drastisch zurückgegangen. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise habe er unter dem Durchschnittswert der vorausgegangenen sechs Monate gelegen, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Es sei fast ein Drittel weniger Toilettenpapier verkauft worden als normal. Zum Vergleich: In der Woche davor lag die Verkaufsmenge noch rund 50 Prozent über dem Sechs-Monats-Durchschnitt.

Insgesamt seien die Verkaufszahlen der in der Sonderauswertung zur Corona-Krise untersuchten Lebensmittel und Hygieneartikel in der letzten Märzwoche im Vergleich zum Käuferansturm in den ersten Märzwochen größtenteils rückläufig gewesen, so die Statistiker. So lagen die verkauften Mengen bei Nudeln nur noch 2 Prozent und bei Reis noch 12 Prozent über dem Durchschnittswert der vergangenen sechs Monate.

Bei einigen Produkten blieb die Nachfrage allerdings hoch. Seife wurde weiterhin mehr als doppelt so häufig gekauft wie sonst. Allerdings war die Nachfrage hier Anfang März zeitweise sogar vier Mal so hoch wie normal gewesen. Bei Desinfektionsmitteln stieg der Absatz in der vergangenen Woche gegen den Trend wieder an - auf mehr als das Dreifache des normalen Volumens.

Nach wie vor sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes von Woche zu Woche teilweise starke Schwankungen in der Nachfrage zu beobachten. „Zum einen dürfte langsam eine Sättigung des Bedarfs einsetzen, zum anderen könnte dies auf ein kurzfristig fehlendes Angebot in einem Warensegment zurückzuführen sein“, erklärten die Statistiker. Sie stützten sich auf eine Auswertung digital verfügbarer Kassendaten.

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Erstellt:
8. April 2020, 16:55 Uhr

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