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Statt rund um die Uhr arbeiten heißt es jetzt einmal relaxen

Organisator Jürgen M. Häfner hat sich für das Wochenende nichts anderes vorgenommen

Jürgen Häfner (rechts) mit Roland Stampfl. Archivfoto: E. Layher

© Edgar Layher

Jürgen Häfner (rechts) mit Roland Stampfl. Archivfoto: E. Layher

(not). Einer, der während des Straßenfests üblicherweise nicht einmal zum Schlafen kommt, ist Jürgen M. Häfner, der als Eventmanager in der Vergangenheit immer einer der Hauptorganisatoren der Mammutveranstaltung war. In der Regel leitete er ab Montag den Aufbau, ab Donnerstag kamen dann die Standbetreiber zum Einsatz. Beim Straßenfest selbst war Häfner regelmäßig von Freitagmorgen bis Dienstag gegen 3 Uhr fast rund um die Uhr auf den Beinen. „Wenn es gut läuft, komme ich auch einmal um 3 Uhr heim, gehe kurz duschen und ziehe mir neue Klamotten an. Vielleicht kann ich auch mal kurz die Beine hochlegen, aber spätestens um 7 Uhr stehe ich wieder im Orga-Büro.“Nachdem dies alles in diesem Jahr nicht nötig sein wird, geht es der 70-Jährige auch lockerer an. „Ich habe mir gar nichts vorgenommen. Ich werde das gesamte Wochenende zu Hause relaxen und vielleicht ein bisschen Bundesliga gucken.“ Häfner ist mit der endgültigen Absage des Straßenfests für das gesamte Jahr nicht glücklich. „Ich hätte es gerne durchgezogen. Ich habe ein motiviertes, gutes Team. Alle standen Gewehr bei Fuß.“ Dass das Fest ausfallen muss, „das tut schon weh“, so Häfner. Er denkt dabei auch an die Schausteller und Standbetreiber und alle, die auch finanziell schwer daran zu knabbern haben. Zwar hat er in der Vergangenheit immer wieder auch andere Großveranstaltungen organisiert, auch andere über vier Tage, „aber das Backnanger Straßenfest war für mich immer etwas Besonderes“. Häfner ist hin- und hergerissen. Einerseits ärgert er sich über die Coronaverordnungen, aber er sieht die Notwendigkeit auch ein. Was er aber nicht versteht, ist, dass die Regelungen auf vielen anderen Gebieten offensichtlich lockerer gesehen werden. Er erinnert an das Gedränge auf der Königstraße in Stuttgart oder bei genehmigten Demonstrationen. Vieles ist für ihn derzeit befremdlich. Umso schmerzhafter ist für ihn der Ausfall seines geliebten Straßenfests.

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Erstellt:
26. Juni 2020, 06:00 Uhr

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