Kuriose Polizeieinsätze

Steht ein Plüschpferd auf der B10 bei Esslingen

Ein angefahrenes Kamel, ein entlaufener Nandu: Der Verkehrswarndienst hat im vergangenen Jahr einige „bizarre Vorkommnisse“ gemeldet auf den Straßen in Baden Württemberg.

Plüschtier an der B10: Die Polizei sammelte dieses Plüschtier ein, das für ein herrenloser Hund gehalten wurde.

© Polizeipräsidium Reutlingen

Plüschtier an der B10: Die Polizei sammelte dieses Plüschtier ein, das für ein herrenloser Hund gehalten wurde.

Von jbr/dpa/lsw

Ein Kamel wird angefahren, ein Nandu haut ab und Bierkisten liegen auf der Straße: Der Verkehrswarndienst Baden-Württemberg hat in vergangenem Jahr nach Angaben des Innenministeriums so manch „bizarre Vorkommnisse“ vermeldet.

In Ehingen an der Donau (Alb-Donau-Kreis) habe ein Auto Kamel erfasst, das aus dem Zirkus entlaufen war, teilte Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit. „Die Bilanz: Das Kamel musste zum Tierarzt, das Auto wurde erheblich beschädigt, der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.“

Eine kuriose Situation habe es an der Bundesstraße 10 zwischen Ebersbach an der Fils (Landkreis Göppingen) und Reichenbach an der Fils (Landkreis Esslingen) gegeben: Mehrere besorgte Verkehrsteilnehmer meldeten der Mitteilung zufolge einen herrenlosen Hund am Fahrbahnrand. Vor Ort habe sich herausgestellt, dass ein größeres Plüschpferd an einen Zaun gebunden gewesen sei. Eine Streifenwagenbesatzung habe den vermeintlichen Hund zum Polizeirevier gebracht.

Insgesamt hat die Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst 2025 im Schnitt rund 173 Verkehrs- oder Gefahrenmeldungen pro Tag abgesetzt, wie Strobl berichtete. Dabei geht es auch um Staus wegen Baustellen oder nach Unfällen. 

Ein Großteil der Fälle betrifft die Autobahnen

In Summe seien es 63.170 Verkehrs- oder Gefahrenmeldungen gewesen und damit einige Hundert weniger als im Vorjahr - aber ein paar Tausend mehr als in den Jahren 2022 und 2023. Das Gros betraf demzufolge Autobahnen. Unter allen Meldungen stieg die Zahl jener, in denen es um Tiere ging, 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 3.856 (2024: 3.750).

Die Gefahrenmeldungen über Gegenstände nahmen ebenfalls zu - auf 33.653 nach 31.891 im Jahr 2024. Auf der Bundesstraße 290 bei Crailsheim (Landkreis Schwäbisch Hall) meldete der Verkehrswarndienst sogar eine Holzhütte auf der Fahrbahn. „Diese Fälle zeigen, wie wichtig eine korrekte Ladungssicherung ist“, mahnte Strobl. „Sichern Sie auch bei kurzen Strecken Ihre Ladung richtig, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet und Unfälle vermieden werden.“

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Erstellt:
22. Februar 2026, 15:42 Uhr

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