Steigende Nachfrage nach Corona-Impfungen bei Hausärzten

dpa/lsw Stuttgart. Die niedergelassenen Ärzte in Baden-Württemberg verzeichnen eine steigende Nachfrage nach Corona-Impfungen. In den vergangenen vier Wochen stieg die Zahl der Impfungen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) kontinuierlich an, wie eine Sprecherin der KVBW in Stuttgart mitteilte.

Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild

Ein medizinischer Mitarbeiter impft eine Frau. Foto: Jörg Carstensen/dpa/Symbolbild

Wurden in der Woche vom 4. bis 10. Oktober noch rund 85.000 Impfdosen verteilt, waren es in den beiden Wochen darauf bereits 97.000 und 104.000 Impfdosen. In der vergangenen Woche stieg die Zahl der verimpften Corona-Impfdosen auf 107.000. Damit verzeichnen neben den mobilen Impfteams im Südwesten auch die niedergelassenen Haus- und Fachärzte einen Anstieg der Nachfrage.

Von den Impfungen in der vergangenen Woche entfielen rund 65.000 auf Erst- und Zweitimpfungen, 42.000 Mal ging der Piks als Auffrischimpfung in den Arm. Bei den Menschen, die sich jetzt zum ersten Mal impfen lassen, sei ein Großteil Schülerinnen und Schüler sowie Studierende, sagte ein Sprecher des Hausärzteverbands Baden-Württemberg. Ein Beweggrund sei etwa, auf die regelmäßigen Tests verzichten zu können. Andere Schüler kämen, weil sie bei einer Impfaktion in einer Schule geimpft wurden, nun aber ihre Zweitimpfung benötigten.

Die derzeitige Nachfrage könnten die Ärzte noch gut bewältigen, sagte der Sprecher des Hausärzteverbands. Probleme bereite aber weiter die Logistik. Da die Corona-Impfdosen bislang nur alle zwei Wochen bestellt werden könnten, bestehe wenig Flexibilität. Das Gesundheitsministerium habe nun aber dafür gesorgt, dass die Bestellungen künftig wieder wöchentlich möglich sein sollen, so die Sprecherin der KVBW am Freitag. Zugleich wies auch sie darauf hin, dass der bürokratische Aufwand den Impffortschritt hemme, da für die Auffrischimpfungen erneut eine Einverständniserklärung vom Patienten unterschrieben werden müsse.

Beim Hausärzteverband beobachtet man zudem eine weitere Entwicklung. Zu Beginn der Impfkampagne, als noch Impfstoffknappheit herrschte, seien die Menschen sehr dankbar und flexibel bei einem Termin gewesen, so der Sprecher. Nun werde immer öfter ein Termin verschoben oder abgesagt, was den Aufwand für die Ärzte weiter erhöhe.

© dpa-infocom, dpa:211105-99-879940/2

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Erstellt:
5. November 2021, 13:07 Uhr

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