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Stickstoffdioxid-Wert in vielen Städten im Südwesten zu hoch

dpa/lsw Stuttgart. Gute Nachrichten für viele Stadtbewohner: Die Luft wird besser, die Belastung durch Diesel-Abgase geht zurück. Es reicht aber noch nicht. Das gilt vor allem für die eine oder andere Stadt im Südwesten.

Autos fahren über die B14 am Stuttgarter Neckartor. Foto: Christoph Schmidt/Archiv

Autos fahren über die B14 am Stuttgarter Neckartor. Foto: Christoph Schmidt/Archiv

Licht und Schatten beim Ringen um saubere Luft im Südwesten: Bei der Belastung mit schädlichem Stickstoffdioxid (NO2) haben einige stark betroffene Städte im vergangenen Jahr Fortschritte gemacht - aber längst nicht alle. Zwar wurde der Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft nur noch in 13 Kommunen überschritten, wie aus einer am Montag veröffentlichten Aufstellung des Umweltbundesamtes (UBA) hervorgeht. Bei einigen davon wurden allerdings höhere Werte verzeichnet als im Jahr 2017. Und Stuttgart rückte trotz eines Rückgangs wieder an die Spitze der bundesweiten Rangliste.

Die Zahlen waren im Wesentlichen schon bekannt. Die vollständige bundesweite Übersicht des UBA mit endgültigen Werten liegt allerdings erst seit Montag vor. Darin hat sich nun auch Darmstadt mit 67 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft noch auf den zweiten Platz hinter Stuttgart geschoben. Bislang stand dort München mit 66 Mikrogramm.

Überhöhte NO2-Werte sind der Grund für Fahrverbote für ältere Diesel in Stuttgart, Hamburg und Darmstadt. Andere Städte - etwa Berlin - könnten folgen. NO2 in Städten stammt zu einem großen Teil aus Diesel-Abgasen.

Es brauche eine schnelle Nachrüstung älterer Dieselautos mit wirksamen Katalysatoren, um den EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel überall einzuhalten, forderte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

Die Jahresmittelwerte an verkehrsnahen Messstationen lagen durchschnittlich rund 1,5 Mikrogramm unter denen des Jahres 2017. In 13 Städten, die damals noch über dem Grenzwert lagen, wurde er jetzt eingehalten. Dafür rutschten aber vier zurück in den problematischen Bereich. Sindelfingen war 2018 neu dabei und lag mit 45 Mikrogramm ebenfalls über der Grenze, wie das UBA mitteilte.

Wie schon im Vorjahr lag die Belastung in 15 Städten über 50 Mikrogramm. Im Südwesten zählen dazu neben Stuttgart auch Reutlingen, Heilbronn und Ludwigsburg. Sie gelten als „Intensivstädte“, für die es besondere Hilfen gibt. Zu ihnen hatte auch Backnang gehört, dort fiel der Wert 2018 aber knapp unter die 50 Mikrogramm.

Überschritten wurde der Grenzwert laut UBA 2018 außerdem in Tübingen, Esslingen und Herrenberg sowie in Freiburg, Mannheim, Leonberg und Ulm, wo jeweils sogar mehr Stickstoffdioxid in der Luft gemessen wurde als 2017. In Ludwigsburg gab es keine Veränderung. In den übrigen Kommunen jenseits des Grenzwerts gingen die Werte zurück.

Heidenheim, Pleidelsheim und Leinfelden-Echterdingen lagen nach Überschreitungen im Jahr 2017 nun unter dem Grenzwert. Für Mühlacker, 2017 ebenfalls oberhalb der 40-Mikrogramm-Marke, liegen in der UBA-Auflistung keine Daten für 2018 vor.

Deutschlandweit waren die NO2-Werte im vergangenen Jahr in 57 Städten zu hoch. Das waren laut Umweltbundesamt acht Städte weniger als im Jahr davor.

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Erstellt:
17. Juni 2019, 15:03 Uhr

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