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Stihl stellt seinen Kalender ein

Anlass: Diskussion in Schweden

Tschüs Kettensägen-Frau: Der legendäre Stihl-Kalender gehört ab 2021 der Vergangenheit an. Archivfoto: Bernhardt/ZVW

© Bernhardt

Tschüs Kettensägen-Frau: Der legendäre Stihl-Kalender gehört ab 2021 der Vergangenheit an. Archivfoto: Bernhardt/ZVW

WAIBLINGEN (nip). Ab dem Jahr 2021 wird es keinen Stihl-Kalender mehr geben. Das hat das Unternehmen jetzt bestätigt. Ein Auslöser für diese Entscheidung war eine Diskussion in Schweden über den Kalender. So hatte die schwedische Forstagentur im Dezember bekannt gegeben, „dass keine Geräte von Stihl mehr beschafft werden, solange weiterhin Kalender mit wenig bekleideten Frauen veröffentlicht werden“, berichtet der Europäische Wirtschaftsdienst. Dabei war es unerheblich, dass der Kalender von Stihl seit zwölf Jahren in Schweden nicht mehr an Kunden verteilt wurde. „Die Diskussion in Schweden hat uns gezeigt, dass unser Kalender dem heutigen Anspruch nicht mehr gerecht wird“, sagt Paul F. Sumalowitsch, Abteilungsleiter Marken- und Produktkommunikation von Stihl. „Trotz seiner Weiterentwicklung hin zu einem künstlerisch anspruchsvollen Produkt und trotz der Tatsache, dass wir ihn alljährlich intensiv diskutiert haben, wird der Stihl-Kalender als persönliche und gesellschaftliche Werte verletzend empfunden. Wir haben uns dazu entschieden, den Kalender global einzustellen.“ Der Stihl-Kalender gehörte zu den weltweit erfolgreichsten Unternehmenskalendern. In Hochzeiten lag die Auflage bei fast einer Million Exemplaren. Der Kalender erschien zum ersten Mal 1973. Der Kalender spiegelte in mehr als vier Jahrzehnten auch den Zeitgeist wider. Die Bilder wurden zu Beginn im Bayerischen Wald fotografiert, zuletzt ging es meist nach Südafrika. Und im Kalender war zum Schluss auch immer ein leicht bekleideter Mann zu sehen – als letztes Bild auf der Dezemberseite.

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Erstellt:
5. Februar 2020, 16:36 Uhr

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