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Strafe für Supermarkt-Erpresser wird neu verhandelt

dpa/lsw Ravensburg. Der wegen vergifteter Babynahrung verurteilte Supermarkt-Erpresser vom Bodensee steht seit Dienstag erneut vor dem Landgericht Ravensburg. 2018 hatte das Gericht den damals 54-Jährigen wegen versuchten Mordes zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Dieses Urteil hob der Bundesgerichtshof (BGH) im vergangenen Jahr in Teilen auf. Das Landgericht muss nun erneut über das Strafmaß für den Mann verhandeln, wie ein Sprecher des Gerichts mitteilte. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Copyright: pixabay.com/Decker & Böse Rechtsanwaltsgesel/obs/Symbolbild

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Copyright: pixabay.com/Decker & Böse Rechtsanwaltsgesel/obs/Symbolbild

Der Mann hatte mehrere Gläser Babynahrung mit einer gefährlichen Dosis Gift in Geschäften in Friedrichshafen am Bodensee platziert. Er forderte 11,7 Millionen Euro von verschiedenen Handelsunternehmen. Laut BGH hatte er aber vor dem platzierten Gift gewarnt. Eine Tötungsabsicht liege daher nicht vor. Der Mann habe sich lediglich der versuchten besonders schweren räuberischen Erpressung schuldig gemacht.

Verletzt wurde bei den Erpressungsversuchen niemand. Der Mann hatte diese gestanden. Den Vorwurf des versuchten Mordes wies er jedoch strikt von sich und legte nach dem Urteil Revision ein.

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Erstellt:
10. März 2020, 11:27 Uhr

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