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Straßenfest frühestens im September

Gemeinderat soll bis 15. Juni entscheiden, ob das Jubiläumsfest verschoben oder abgesagt wird

Abstand halten ist beim Backnanger Straßenfest schwierig. Ob die 50. Auflage in diesem Jahr stattfinden kann, ist deshalb fraglich.Archivfoto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Abstand halten ist beim Backnanger Straßenfest schwierig. Ob die 50. Auflage in diesem Jahr stattfinden kann, ist deshalb fraglich.Archivfoto: A. Becher

Von Kornelius Fritz

BACKNANG. Während andere Großveranstaltungen im Sommer wegen der Coronapandemie längst abgesagt sind, tut sich Backnang beim Straßenfest mit einer solchen Entscheidung schwer. Immerhin soll das Fest in diesem Jahr zum 50. Mal gefeiert werden, eine Absage hat es seit der Premiere im Jahr 1971 noch nie gegeben. Für das große Jubiläum hatten sich die Organisatoren schon eine Menge einfallen lassen. Deshalb wollen Oberbürgermeister Frank Nopper und der Gemeinderat die fünfte Backnanger Jahreszeit noch nicht absagen.

Fest steht seit heute allerdings, dass das Fest nicht an seinem traditionellen Termin am letzten Juni-Wochenende stattfinden wird. Nach einer Videokonferenz mit den Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen schlägt die Verwaltung vor, das Fest zunächst einmal auf das Wochenende vom 11. bis 14. September zu verschieben. Spätestens bis zum 15. Juni soll der Gemeinderat dann entscheiden, ob das Straßenfest an diesem Ausweichtermin stattfinden kann oder ganz abgesagt werden muss.

„Ein bisschen Hoffnung ist noch da, und diese Hoffnung wollen wir nicht zerstören“, sagt OB Frank Nopper, der sich wegen seiner Coronainfektion zurzeit in häuslicher Quarantäne befindet (siehe Infobox). Schließlich könne die Aussicht auf ein solches Fest für die Bürger in diesen schwierigen Zeiten auch „ein Silberstreif am Horizont“ sein. Ob ein Straßenfest mit mehreren zehntausend Besuchern im September schon wieder möglich sein wird, könne man im Moment noch nicht abschätzen: „Jeden Tag gibt es neue Erkenntnisse, alles ist im Fluss“, so Nopper. Deshalb will man mit der Verschiebung erst mal Zeit gewinnen. Klar ist für den OB aber, dass nur gefeiert wird, wenn das Straßenfest im gewohnten Rahmen über die Bühne gehen kann: „Ein Fest mit Einschränkungen würde keinen Sinn machen.“

Absage könnte teuer werden

Für den Straßenfest-Organisator Jürgen M. Häfner ist eine Verschiebung das kleinere Übel. Zwar gebe es mit einigen Bands und Dienstleistern schon fixe Verträge, aufgrund seiner langjährigen Geschäftsbeziehungen geht Häfner aber davon aus, dass die meisten auch zum Ausweichtermin bereitstünden. Sollten einzelne Bands bereits anderweitig gebucht sein, sei noch genügend Zeit, um Ersatz zu finden. „Wir werden im September ein gleichwertiges Straßenfest auf die Beine stellen“, verspricht Häfner.

Sollte das Fest ganz abgesagt werden, rechnet der Eventmanager hingegen mit erheblichen Kosten aus den vertraglichen Verpflichtungen. Wie hoch diese sein würden, könne er aber noch nicht beziffern. Die Entscheidung über die Verschiebung des Straßenfestes trifft der Gemeinderat. Da zurzeit keine Sitzungen stattfinden, haben die Stadträte bis zum 28. April Zeit, im sogenannten Umlaufverfahren abzustimmen. Die Gemeindeordnung lässt diese Form der Beschlussfassung allerdings nur zu, wenn die Entscheidung einstimmig ausfällt.

Info
Nopper: „Es geht mir gut“

Eine Woche, nachdem er von seiner Coronainfektion erfahren hat, geht es dem Backnanger Oberbürgermeister Frank Nopper nach eigenen Angaben weiterhin gut: „Ich habe kein Fieber, das einzige Symptom ist ein ganz leichter Husten, der bereits am Abklingen ist.“

Nachdem Noppers positives Testergebnis bekannt geworden war, wurden auch seine Frau, seine beiden Söhne und die engsten Rathausmitarbeiter getestet. Bei allen sei der Test negativ ausgefallen, berichtet der OB.

Frank Nopper muss noch mindestens bis zum kommenden Montag in häuslicher Quarantäne bleiben. Wie schnell er anschließend an seinen Arbeitsplatz im Rathaus zurückkehren kann, will er mit seiner Ärztin besprechen.

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Erstellt:
14. April 2020, 19:16 Uhr

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