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Straßensperren am „Carfreitag“

An Ostern trifft sich die Tuner-Szene – Singen verbietet Ansammlung von mehr als fünf Autos

Singen Die Botschaft könnte nicht klarer sein: „Nächste Ausfahrt: Gefängnis“, heißt es auf mehreren Bannern, die an den Autibahnbrücken der A 81 zwischen Singen und Stuttgart hängen. Wahlweise ist auch von „Knastfahrern“ oder „Todesfahrten“ die Rede. Das Verkehrsministerium von Baden-Württemberg hat die drastisch klingenden Plakate aufgehängt, weil es auf der A 81 häufig zu illegalen Autorennen kommt. Auch Raser aus der Schweiz werden dabei regelmäßig erwischt. Besonders turbulent geht es erfahrungsgemäß am Karfreitag zu, den die Autotuning-Szene zum „Carfreitag“ auserkoren hat. An diesem Tag feiern Tuner den Start in die Saison. Und nicht immer geht es dabei nur um schicke Autos. Allein auf der A 81 stellte die Polizei 2018 insgesamt 240 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Vier Fahrer mussten ihr Auto nach der Kontrolle stehen lassen, weil sie unzulässige technische Veränderungen vorgenommen hatten.

Die Stadt Singen geht gegen Treffen der Tuning-Szene vor: Von Gründonnerstag bis Ostermontag seien im Stadtgebiet Ansammlungen von mehr als fünf getunten Fahrzeugen verboten, sagte ein Sprecher. Wer dagegen verstoße, müsse mit einem Zwangsgeld von 150 Euro rechnen, werde das Treffen nicht innerhalb von 20 Minuten beendet, würden die Fahrzeuge abgeschleppt und beschlagnahmt. Wieder herausgegeben würden die Autos frühestens ab Dienstag nach Ostern. „Voraussetzung für die Herausgabe ist aber, dass das Auto in technischer Hinsicht am Straßenverkehr teilnehmen darf. Wer also Tuningteile ohne gültige Zulassung angebracht hat, der wird schlechte Karten haben, sein Auto auf den eigenen vier Rädern wieder nach Hause fahren zu dürfen.“

Die Tuning-Szene hatte in Singen vor einiger Zeit für Ärger gesorgt. An einem Kreisverkehr im Industriegebiet hatten sich zahlreiche Autofans getroffen. Die Folgen: Müll auf den Parkplätzen, Lärmbelästigung und Sachbeschädigung. Zum Teil waren mehrere Hundert Teilnehmer angereist, viele aus der Schweiz.

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Erstellt:
18. April 2019, 06:08 Uhr

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