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SC-Coach Streich mahnt bei Corona Zurückhaltung an

dpa/lsw Freiburg. Die zahlreichen Kommentare von fachfremden Menschen zum Coronavirus nerven Christian Streich. Der ansonsten meinungsfreudige Trainer des SC Freiburg fordert Zurückhaltung und Besonnenheit - und sorgt sich nicht um den Fußball, sondern ganz andere Dinge.

Trainer Christian Streich von Freiburg. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Trainer Christian Streich von Freiburg. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Normalerweise hält sich Christian Streich mit seiner Meinung zu politisch oder gesellschaftlich relevanten Themen selten zurück. Beim Thema Coronavirus mahnte der Trainer des SC Freiburg am Donnerstag aber Zurückhaltung an. Anders als mancher Kollege aus dem Profifußball will der 54-Jährige angesichts der bevorstehenden Geisterspiele und der zunehmenden Ausbreitung des Virus keine Forderungen an Sportverbände und Politik stellen. „Ich habe keine Lust, dass jeder seinen Senf dazu gibt“, sagte Streich. Ihn ärgerte, „wer alles meint, die Autorität dazu zu haben“.

Streich machte kein Geheimnis daraus, dass ihn die Kommentare vieler fachfremder Menschen zu dem brisanten Thema nerven. Er selbst rief im Umgang mit dem Virus zu Besonnenheit auf. Er habe „keinerlei Angst“ und plädiere dafür, „nicht Panik zu schüren“, weil das „gravierende Auswirkungen“ haben könne. Sein Rat lautete, „angemessen damit umzugehen und die Experten machen zu lassen - die haben es schwer genug, gute Entscheidungen zu fällen“. Sorgen machte Streich weniger, dass die Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei RB Leipzig ohne Zuschauer stattfindet, sondern: „Ich denke an die Menschen, die kleine Betriebe haben, die jeden Tag kämpfen, und für die es jetzt existenziell wird.“

Auf das Spiel in Leipzig habe er trotzdem noch Lust, auch wenn es „atmosphärisch fast ein bisschen unheimlich“ werden könne. Seine Spieler hat er dazu aufgefordert, sich ein anderes Geisterspiel in ganzer Länge anzuschauen, um sich „mental damit auseinanderzusetzen“. Die Mannschaft dürfe nicht das Gefühl haben, es sei ein Testspiel. „Ich spiele lieber vor 60.000, auch wenn 50.000 gegen mich sind“, sagte der SC-Trainer. „Es wird ungewohnt, wenn man ruft und es hallt in der leeren Betonschüssel wider.“ Dennoch werde die Mannschaft „alles reinhauen in dieser besonderen Nicht-Atmosphäre“.

Sportlich ist die Lage für den Sport-Club vor dem Auswärtsspiel angesichts von 36 Punkten entspannt, auch wenn die Freiburger erstmals in dieser Saison auf Stammkraft Christian Günter (Oberschenkelverletzung) verzichten müssen. „Es ist schade, dass Günni ausfällt“, sagte Streich. Denn die Leipziger seien „brutal schnell“ und Linksverteidiger Günter gehört zu den SC-Spielern mit dem größten Tempo. Innenverteidiger Manuel Gulde, der wie Günter beim Heimsieg gegen Union Berlin verletzt ausgewechselt werden musste, kann am Samstag wieder dabei sein.

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Erstellt:
12. März 2020, 15:53 Uhr

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