Streit: Schwarz-Gruppe will Ombudsstelle

dpa Neckarsulm. Der Betreiber der Handelsketten Lidl und Kaufland, die Schwarz-Gruppe, hat die Einrichtung einer Ombudsstelle zur Beilegung von Konflikten zwischen Einzelhandel und Landwirtschaft vorgeschlagen. „Mit einem klaren Kodex und einer Ombudsstelle können wir Streitthemen an zentraler Stelle bündeln und viel schneller über Lösungen sprechen“, sagte der Chef der Schwarz-Gruppe in Neckarsulm, Klaus Gehrig, am Dienstag.

In der vergangenen Woche hatte Gehrig bereits 50 Millionen Euro Soforthilfe für Schweinebauern angekündigt. Am Montag seien bereits erste Gespräche mit Vertretern der Initiative Tierwohl geführt worden, wie das Geld unbürokratisch an die Landwirte ausgeschüttet werden könne, berichtete Lidl. Mit der Ankündigung der Soforthilfe hatte Gehrig auf massive Bauernproteste gegen die Preispolitik des Einzelhandels reagiert.

Auch zwischen Montagabend und Dienstagmorgen blockierten Hunderte Landwirte in mehreren Bundesländern wieder an verschiedenen Orten Zentrallager des Handels.

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Erstellt:
8. Dezember 2020, 15:09 Uhr

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