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Studie zum Geruchssinn von Berberaffen am Affenberg Salem

dpa/lsw Salem. Erkennen Affen andere Artgenossen am Geruch? Können sie eine Verwandtschaft feststellen oder auch den Rang des anderen Tieres? Das wollen Wissenschaftler um die Biologin Brigitte Schlögl von der Universität Leipzig am Affenberg in Salem (Bodenseekreis) untersuchen. Um Duftproben der Tiere zu sammeln, haben die Forscherinnen Watte in einem Abflussrohr angebracht, das wiederum an einem Baumstamm befestigt wird. Hinein kommt eine Erdnuss - um die Affen zu animieren, ihren Arm in das Rohr zu stecken und somit Geruchsstoffe zu hinterlassen.

Brigitte Schlögl legt eine Erdnuss in eine Röhre, damit der Berberaffe diese wieder herausholt. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild

Brigitte Schlögl legt eine Erdnuss in eine Röhre, damit der Berberaffe diese wieder herausholt. Foto: Felix Kästle/dpa/Archivbild

In einem zweiten Schritt werden die Duftproben wiederum den Affen angeboten - in eine Art Teesieb gepackt, das in einer Kiste befestigt wird. Schlögl und ihre Kollegen messen dann unter anderem, wie lange die Tiere an verschiedenen Düften riechen - in der Annahme, dass die Affen sich länger für einen Duft interessieren, wenn er ihnen viele Informationen gibt und ihr Interesse weckt. Bisher hätten die Vorversuche gut funktioniert und die Berberaffen seien sehr interessiert gewesen, sagt Schlögl. Ihre Forschung ist insgesamt auf drei Jahre angelegt.

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Erstellt:
22. Juni 2020, 07:16 Uhr

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