Sturmgewehr-Großauftrag: Heckler & Koch erwägt Klage

dpa Oberndorf. Nachdem das Bundesverteidigungsministerium sich bei einem Sturmgewehr-Großauftrag gegen den Waffenhersteller Heckler & Koch entschieden hat, erwägt das Unternehmen rechtliche Schritte. „Vorbehaltlich einer ausgiebigen juristischen Überprüfung bedauern wir diese Entscheidung“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Jens Bodo Koch am Dienstag in Oberndorf im Schwarzwald. H&K sei weiterhin von der Qualität der Waffen überzeugt. Die Bestellungen aus aller Welt überstiegen die Produktionskapazitäten. Heckler & Koch bleibe ein profitables Unternehmen. Finanzvorstand Björn Krönert betonte, dass die 950 Jobs in Oberndorf sicher seien.

Das Sturmgewehr G36 steht beim Waffenhersteller Heckler & Koch. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Das Sturmgewehr G36 steht beim Waffenhersteller Heckler & Koch. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Das Bundesverteidigungsministerium hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sich der Thüringer Hersteller C.G.Haenel durchgesetzt hat bei dem Auftrag über 120 000 Gewehre. Das Volumen der Ausschreibung liegt bei 245 Millionen Euro - dies beinhaltet die Gewehre, aber auch spezielle Visiere, Zielfernrohre und weitere Teile von anderen Firmen. Heckler & Koch beliefert die Bundeswehr seit 1959 mit Sturmgewehren, ein Ende ist nun absehbar.

Zum Artikel

Erstellt:
15. September 2020, 12:59 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Baden-Württemberg

Waldzustandsbericht 2020: Immer mehr Bäume haben Schäden

dpa/lsw Stuttgart. Hitze, Dürre und Schädlinge machen dem Wald im Südwesten zu schaffen. Der diesjährige Waldzustandsbericht des Landwirtschaftsministeriums... mehr...