Sturmtief Bennet zersaust den Karneval am Rhein

Rosenmontagszüge finden statt, aber unter Einschränkungen

Köln/Düsseldorf/Mainz /DPA - Den Narren in den rheinischen Karnevalshochburgen werden diesmal viel Geduld und Nervenstärke abverlangt. Als erste Großstadt entschied die Millionenstadt Köln am Sonntagmittag, dass der Rosenmontag trotz des drohenden Sturmtiefs Bennet an den Start gehen soll – allerdings mit erheblichen Einschränkungen. Auf tragbare Großfiguren, Fahnen, Schilder, Pferde und Kutschen müsse aus Sicherheitsgründen verzichtet werden, kündigten das Kölner Festkomitee und die Stadt an und betonten zugleich, der Beschluss stehe unter Vorbehalt. Sollten die Witterungsbedingungen sich deutlich verschlechtern, gilt eine Notbremse als nicht ausgeschlossen.

Der Mainzer Zug findet statt, aber ohne Pferde, diese Entscheidung fiel am Sonntagnachmittag. Die Düsseldorfer wollten noch die Nacht abwarten und dann erst Montagfrüh den Daumen hoch oder runter machen. „Dass wir losziehen wollen, ist unbestritten. Bisher sind wir auch noch zuversichtlich und hoffen, dass das Sturmtief an Düsseldorf vorbeizieht“, sagte der Sprecher des Comitee Düsseldorfer Carneval, Hans-Peter Suchand. Die Rosenmontagszüge bilden den Höhepunkt des Straßenkarnevals.

In der Domstadt – der Kölner Rosenmontagszug ist bundesweit der größte – will man nach einem abgestuften Sicherheitskonzept vorgehen. Die Tribünen werden zwar ab 10 Uhr geöffnet, aber sicherheitshalber alle Seitenverkleidungen entfernt. Der Deutsche Wetterdienst hatte für die Region Regen und Windstärken von 8 bis 9 vorausgesagt.

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Erstellt:
4. März 2019, 03:04 Uhr

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