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Stuttgart: Keine Probleme wegen Streiks der Flugbegleiter

dpa/lsw Stuttgart. Bei der Lufthansa legen die Flugbegleiter zwei Tage lang die Arbeit nieder. Das bringt den Luftverkehr durcheinander, viele Flüge wurden abgesagt. In Stuttgart lief es trotzdem reibungslos.

Flugbegleiter der Gewerkschaft UFO bei einer Kundgebung am Münchner Flughafen. Foto: Matthias Balk/dpa

Flugbegleiter der Gewerkschaft UFO bei einer Kundgebung am Münchner Flughafen. Foto: Matthias Balk/dpa

Der Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa hat am Donnerstag den Stuttgarter Airport kaum beeinträchtigt. Die Passagiere seien rechtzeitig im Vorfeld informiert worden, sagte eine Flughafen-Sprecherin. Im Lauf des Tages sollten zehn Verbindungen der größten deutschen Fluggesellschaft von und nach Frankfurt ausfallen - fünf in die hessische Metropole und fünf von dort nach Stuttgart. Bis zum Nachmittag waren jeweils drei Ankünfte und Abflüge abgesagt worden. Im Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern ist die Lufthansa nun zu einer Schlichtung bereit.

Nach monatelanger Pause erklärte Vorstandschef Carsten Spohr, dass man nun auch wieder das Gespräch mit der Kabinengewerkschaft Ufo suche. Ufo stimmte dem Vorschlag zu. Der am Donnerstag begonnene 48-stündige Streik bei der Lufthansa sollte aber wie geplant fortgesetzt werden.

Der Warnstreik der Gewerkschaft Ufo soll auch am Freitag noch andauern, bundesweit dürften insgesamt rund 180 000 Passagiere von Flugausfällen betroffen sein. Die Lufthansa sagte für Donnerstag und Freitag zusammen rund 1300 Flüge ab. Das ist zwar nur ein jeweils kleinerer Teil des weltweiten Programms des Luftverkehrskonzerns mit täglich rund 3000 Flügen. An deutschen Flughäfen ist aber ein Großteil der Starts mit LH-Flugnummern abgesagt, darunter auch zahlreiche Interkontinentalverbindungen von den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München.

Ufo fordert für die rund 21 000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. Für die vier anderen Flugbetriebe wurden jeweils separate Forderungen aufgestellt und Urabstimmungen abgehalten.

In dem gesamten Konflikt geht es aber hauptsächlich um die vom Konzern aufgeworfene Frage, ob Ufo überhaupt noch Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann.

In einem ersten Warnstreik bei den vier Tochter-Flugbetrieben hatte Ufo am 20. Oktober dieses Jahres mehr als 100 Flüge ausfallen lassen. Damals hatte der Lufthansa-Konzern keinen Ersatzflugplan erstellt. Der letzte reguläre Ufo-Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft datiert aus dem Jahr 2015 und war mit einer Woche Dauer der längste in der Unternehmensgeschichte.

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Erstellt:
7. November 2019, 16:42 Uhr

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