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Suche nach schönsten Gärten wird digital

Fotos statt Bewertungsgang, Online-Galerie statt Ausstellung im Rathaus – die Coronapandemie hat auch Auswirkungen auf den diesjährigen Blumenschmuckwettbewerb unter dem Motto „Backnang grünt und blüht“. Weitere Teilnehmer werden gesucht.

Bunte Blüten, so weit das Auge reicht: Einer der Gewinnergärten vom Blumenschmuckwettbewerb 2019. Foto: S. Haase

© Stephan Haase

Bunte Blüten, so weit das Auge reicht: Einer der Gewinnergärten vom Blumenschmuckwettbewerb 2019. Foto: S. Haase

Von Kristin Doberer

BACKNANG. Wer in der Zeit des Lockdowns viel an seinem Garten gearbeitet hat oder den Balkon für den Urlaub zu Hause hergerichtet hat, kann das Ergebnis nun herzeigen – und dabei einen Preis abräumen. Denn das Tiefbauamt sucht auch in diesem Jahr nach den schönsten Blumenschmucken. Dabei läuft beim Wettbewerb wegen der Coronapandemie so einiges anders. Zum einen wird es gar keinen richtigen Wettbewerb unter den Blumenliebhabern geben, stattdessen bekommen grundsätzlich alle Teilnehmer als Preis einen Backnanger Einkaufsgutschein. Denn die Kommission aus Obst- und Gartenbauverein sowie dem Siedlungsverein Sachsenweiler kann die Bewertung nicht persönlich vornehmen. Stattdessen sollen die Teilnehmer Bilder von ihrem Balkon oder ihrem Garten machen und an das Tiefbauamt schicken. Das hat besonders für langjährige Teilnehmer Konsequenzen: Denn anstatt automatisch wieder beim Wettbewerb teilzunehmen – vorausgesetzt man hat sich nicht ausdrücklich abgemeldet –, müssen auch die Teilnehmer, die jedes Jahr dabei sind, Bilder von ihrem Blumenschmuck aufnehmen. Nur wer Bilder liefert, gehört zu den Teilnehmern. „Das ist vor allem für unsere älteren Teilnehmer, die sich nicht so mit Technik auskennen, ein Problem“, sagt Lars Kaltenleitner vom Tiefbauamt. Er befürchtet, dass die Teilnehmerzahl dadurch in diesem Jahr sehr gering ausfallen könnte. Zwar ist die Anzahl der Teilnehmer in den vergangenen Jahren immer leicht gesunken – 2019 waren es 119 –, durch die veränderten Bedingungen gibt es für den diesjährigen Wettbewerb aber erst drei Personen, die Bilder geschickt haben. „Aber bis zum 15. Juli haben wir ja noch etwas Zeit. Und außerdem legen wir die Anmeldefrist eher großzügig aus.“

Bewertung, Ausstellung, Teilnahme: Dieses Jahr ist vieles anders.

Da es ohnehin keine Bewertungsgänge gibt, fällt auch eine Regelung der Vorjahre aus. Es können nun auch solche Gärten und Balkone teilnehmen, die nicht von der Straße aus einsehbar sind. Dafür gibt es aber neue Vorgaben für die Bilder, die eingesendet werden. Sie sollen keine Personen, Autoschilder oder Nachbarhäuser zeigen und am besten auch eine totale Aufnahme enthalten. Gewünscht werden mindestens drei Bilder. Da eine faire Bewertung ausschließlich durch Bilder eher schwierig ist, wird in diesem Jahr jeder Teilnehmer einen Preis bekommen. Die Kommission wird aber trotzdem über die Bilder schauen und den außergewöhnlichsten und schönsten Garten oder Balkon auswählen. Dieser erste Platz bekommt zusätzlich zum Einkaufsgutschein ein florales Arrangement von Winters Blumenladen.

Eigentlich gab es zwei Bewertungsgänge, worauf der Wettbewerb auf dem Gänsemarkt mit der Übergabe der Preise endete. Doch ob der Gänsemarkt im Oktober überhaupt stattfinden kann, ist heute noch nicht abschätzbar. Das hänge davon ab, wie sich die Infektionszahlen bis dahin entwickeln und wie die Coronaauflagen zu dem Zeitpunkt aussehen. Trotzdem plant das Tiefbauamt die Verteilung der Preise in diesem Zeitraum – ob persönlich auf dem Gänsemarkt oder per Post. Eine weitere Änderung in diesem Jahr betrifft die Fotoausstellung, die seit 2018 stattfindet. Die Bilder der schönsten Gärten werden eigentlich für zwei Wochen im Rathaus aufgehängt, doch das ist nun aufgrund der Coronaauflagen nicht möglich. Dafür werden aber alle eingeschickten Bilder im Internet in einer Online-Galerie zu sehen sein. Außerdem sollen die Grünflächenpaten auch dieses Jahr bedacht werden. Sollten sie ihre Einkaufsgutscheine nicht persönlich am Gänsemarkt entgegennehmen können, so sollen auch sie per Post zugesendet werden.

Kaltenleitner und seine Kollegen hoffen, dass der Blumenschmuckwettbewerb in den nächsten Jahren wieder wie gewohnt ablaufen kann. „Wenn das nächstes Jahr noch nicht möglich ist, müssen wir andere Möglichkeiten für den Wettbewerb suchen“, sagt er. Es wurde zum Beispiel überlegt, einen Fotografen zu den Gärten zu schicken, um die Teilnahme zu erleichtern, oder die Bewertung der Blumen online abzuhalten.

Blumenschmuckwettbewerb

Der Blumenschmuckwettbewerb findet in diesem Jahr zum 27. Mal statt und war ursprünglich eine Idee des Obst- und Gartenbauvereins.

Ziel des Wettbewerbs ist es, das Stadtbild durch die Blumen zu verschönern und die Bevölkerung zu animieren, ihre Balkone und Vorgärten möglichst schön zu bepflanzen.

Neue Teilnehmer können sich bis zum 15. Juli anmelden. Teilnehmer aus den Vorjahren sollen bis zu diesem Tag Bilder ihres Blumenschmucks schicken. Nur wer Bilder seines Blumenschmucks sendet, kommt in diesem Jahr in die Auswahl.

Die Anmeldung erfolgt über tiefbauamt@backnang.de oder über die Telefonnummer 07191/894277.

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Erstellt:
1. Juli 2020, 11:30 Uhr

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