Baden-Württemberg

Suchtstelle in Sorge: Fentanyl verschärft Drogenproblem

Synthetische Opioide wie Fentanyl führen im Südwesten zu mehr Abhängigen. Die Landesstelle für Suchtfragen fordert neue Maßnahmen in der Drogenpolitik.

Die Landesstelle für Suchtfragen schlägt Alarm. (Symbolbild)

© Alex Brandon/AP/dpa

Die Landesstelle für Suchtfragen schlägt Alarm. (Symbolbild)

Von red/dpa/lsw

Die Landesstelle für Suchtfragen schlägt Alarm: Immer mehr Menschen im Südwesten sind abhängig von synthetischen Opioiden - das sind im Labor hergestellte Drogen, die vor allem schmerzlindernd wirken, wie Fentanyl oder Methadon. Die Landesstelle beklagt auch die hohe Zahl an Drogentoten, die Lage werde durch die synthetischen Substanzen verschärft. Den Suchtberatungsstellen fehlten jedoch die Instrumente, um dagegen anzukommen.

Bei einer Pressekonferenz will die Landesstelle für Suchtfragen am Vormittag deshalb auch eine bessere Drogenpolitik in Baden-Württemberg fordern. Denn es gebe strukturelle Defizite im Land. So sei Drug-Checking hier nach wie vor nicht erlaubt. Dabei können Drogenkonsumenten ihre Drogen in anerkannten Beratungsstellen prüfen lassen, damit sie keine verunreinigten oder potenziell tödlichen Stoffe zu sich nehmen. Außerdem gebe es im Südwesten keine Frühwarnsysteme, für den Fall, dass neue synthetische Opioide in den Umlauf kommen. 

Mehr jüngere Betroffene

2025 gab es laut Kriminalitätsstatistik in Baden-Württemberg 191 Drogentote. Im Jahr zuvor waren es ähnlich viele Tote gewesen. Immer häufiger seien junge Erwachsene unter den Toten, kritisiert die Landesstelle. Mischkonsum sei dabei die häufigste Todesursache.

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Erstellt:
27. März 2026, 07:12 Uhr

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