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SWR setzt auf digital: Neues Innovationslabor in Baden-Baden

dpa/lsw Mainz/Stuttgart/Baden-Baden. Von einer Dokumentation über einen sozialen Brennpunkt in Ludwigshafen über Polizeistreifen in Mainz bis hin zu Handwerkertipps fürs Reparieren - das ist das breite Themenspektrum, auf das der SWR in den kommenden Monaten setzt. Einige Projekte hätten zuletzt noch einmal ordentlich an Aktualität gewonnen, erklärte Intendant Kai Gniffke am Freitag in Mainz. Dazu zählte er die Doku „Nachtstreife“, die ab Herbst 2020 in zehn Folgen die nächtliche Arbeit von Polizisten in Mainz näherbringt. Gniffke verwies auf die jüngsten Krawalle in Stuttgart mit verletzten Polizisten.

Das Logo des SWR ist am Funkhaus des Senders zu sehen. Foto: Franziska Kraufmann/dpa/Symbolbild

Das Logo des SWR ist am Funkhaus des Senders zu sehen. Foto: Franziska Kraufmann/dpa/Symbolbild

Die Miniserie „Little America“ widmet sich der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als hunderttausende US-Soldaten in Rheinland-Pfalz stationiert wurden und plötzlich Kulturen aufeinanderprallten. Das Thema US-Streitkräfte sei durch den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Abzug tausender Soldaten in den Fokus gerückt, erklärte Gniffke. „Little America“ spielt in einer fiktiven pfälzischen Kleinstadt namens Kaltenstein und sollte eigentlich 2020 im Ersten und der ARD-Mediathek zu sehen sein. Das verzögert sich laut SWR auf kommendes Jahr, weil die Dreharbeiten wegen der Corona-Krise nicht zu Ende gebracht werden konnten. Viele Produktionen seien während der Pandemie ausgesetzt worden, berichtete Gniffke. Mittlerweile sei das Ganze wieder auf dem Weg Richtung Normalbetrieb, teils müssten Drehbücher angepasst werden, um Mindestabstände einhalten zu können.

Dem sozialen Brennpunkt Bayreuther Straße in Ludwigshafen widmet sich ab November dieses Jahres eine sechsteilige Doku mit gleichem Namen. Ein SWR-Team begleitete Bewohner der Straße ein halbes Jahr lang. Im Multimedia-Format „Die Scheune“ erklären Handwerker ab Oktober, wie Alltägliches repariert oder Besonderes restauriert werden kann. Zu sehen ist das unter anderem auf einem Youtube-Kanal des SWR.

Insgesamt will der SWR künftig noch stärker auf Digitales setzen. Serien oder Service-Formate würden gezielt in Mediatheken, auf Youtube oder Instagram gebracht, sagte Gniffke. Leiterin eines neuen Innovationslabors „SWR X Lab“ wird ab September die 32-jährige Journalistin Vanessa Wormer, die derzeit noch bei der „Süddeutschen Zeitung“ ist. Dort leitet sie den Angaben zufolge seit 2018 das Datenjournalismus-Team und ist Mitglied der Entwicklungsredaktion. Sie war auch Teil des internationalen Teams, das die „Panama Papers“ aufgedeckt hat. In dem Labor in Baden-Baden sollen neue Formate und Produkte entwickelt und getestet werden, auch externe Fachleute und Mitarbeiter aus SWR-Redaktionen sollen dort künftig zeitweise tätig werden.

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Erstellt:
26. Juni 2020, 15:05 Uhr

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