Dresscode im Flieger

T-Shirt und Flip-Flops im Flugzeug? Besser nicht!

T-Shirt und Flip-Flops wirken fürs Fliegen bequem, können aber schnell unpraktisch werden. Warum sich ein durchdachter Reise-Look lohnt und was Sie stattdessen tragen sollten.

Ein T-Shirt im Flugzeug könnte eine schlechte Idee sein.

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Ein T-Shirt im Flugzeug könnte eine schlechte Idee sein.

Von Katrin Jokic

Bequem in den Urlaub starten – für viele heißt das: T-Shirt, Shorts und Flip-Flops. Klingt logisch, vor allem wenn es direkt an den Strand geht. Doch genau diese Kombination kann im Flugzeug problematisch werden. Nicht aufgrund von Stilfragen, sondern aus ganz praktischen Gründen. Im Ernstfall kann sie sogar zum Risiko werden.

1) Klimaanlage: Kabinenluft ist selten „Sommermodus“

Flugzeugkabinen sind häufig stark klimatisiert. Das Problem: Wer nur ein T-Shirt trägt, friert schneller, besonders auf längeren Flügen oder Nachtflügen. Dazu kommt, dass man sich während eines Flugs meist weniger bewegt, was das Kälteempfinden verstärkt.

Eine leichte Jacke oder ein dünner Pullover sollten daher immer im Handgepäck Platz finden.

 

2) Hygiene: Flughafen und Flugzeug sind Hochfrequenz-Zonen

Flugzeuge gelten grundsätzlich als gut gewartet. Trotzdem sind sie, genau wie Flughäfen, Orte mit extrem hoher Frequenz. Tausende Menschen laufen täglich über dieselben Böden, durch Sicherheitskontrollen und Toilettenbereiche.

Offene Schuhe wie Flip-Flops oder Schlappen erhöhen das Risiko für direkten Kontakt mit Oberflächen, die stark genutzt werden. Das betrifft nicht nur die Kabine, sondern auch Sicherheitskontrollen, Boardingbereiche, Flughafentoiletten oder Treppen.

Geschlossene Schuhe oder zumindest fest sitzende Sandalen bieten hier schlicht mehr Abstand zwischen Haut und Umgebung.

 

3) Stabiles Schuhwerk: Nicht nur für Notfälle relevant

Auch ohne Zwischenfall gibt es genug Situationen, in denen lockere Flip-Flops unpraktisch sind:

  • Treppen zum Flugzeug auf dem Vorfeld
  • Längere Wege im Terminal
  • Hektik beim Boarding
  • Koffer anderer Passagiere, die versehentlich an Füße stoßen

Flip-Flops rutschen leicht, bieten kaum Halt und schützen die Zehen nicht. Feste, flache Schuhe sind deutlich robuster.

 

4) Notrutsche: Selten, aber nicht ausgeschlossen

Eine Evakuierung über die Notrutsche ist selten. Trotzdem existiert sie als Sicherheitsmechanismus.

Beim Rutschen entsteht hohe Reibung. Ungeschützte Haut, etwa bei kurzen Ärmeln oder Shorts, kann dabei leichter Abschürfungen davontragen. Auch hier gilt: Das Risiko ist gering. Aber lange Kleidung reduziert es zusätzlich.

 

Was stattdessen sinnvoll ist

Eine praxistaugliche Kombination für den Flug:

  • Langärmliges Oberteil (atmungsaktiv, z. B. Baumwolle)
  • Lange, bequeme Hose
  • Geschlossene, flache Schuhe
  • Leichte Jacke oder Pullover zum Überziehen

 

T-Shirt und Flip-Flops sind im Alltag harmlos. Im Flugzeug können sie jedoch zum Nachteil werden – bei einer Evakuierung, bei Kälte oder aus hygienischen Gründen.

Die Wahrscheinlichkeit eines Notfalls ist gering. Aber wenn er eintritt, sind ein paar Zentimeter Stoff und stabile Schuhe der Unterschied zwischen kleinen Blessuren und vermeidbaren Verletzungen.

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Erstellt:
18. Februar 2026, 10:34 Uhr

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