Anleger bleiben vorsichtig

TeamViewer-Aktie fällt auf neues Allzeittief - Das steckt dahinter

Die TeamViewer-Aktie hat zum Beginn der Handelswoche ein neues Allzeittief erreicht. Doch was sind die Gründe für diesen drastischen Kursverfall?

Die TeamViewer-Aktie fällt auf ein neues Allzeittief. Erfahren Sie, welche Faktoren den Kursverfall ausgelöst haben und wie die Zukunft des Unternehmens eingeschätzt wird.

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Die TeamViewer-Aktie fällt auf ein neues Allzeittief. Erfahren Sie, welche Faktoren den Kursverfall ausgelöst haben und wie die Zukunft des Unternehmens eingeschätzt wird.

Von Matthias Kemter

Die Aktie des Göppinger Softwareunternehmens TeamViewer befindet sich im freien Fall. Am Montag erreichte sie mit 4,56 Euro ein neues Allzeittief. Marktbeobachter machen die Bedrohung durch Künstliche Intelligenz und den Druck durch Shortseller dafür verantwortlich.

KI als Bedrohung für das Kerngeschäft

Ein zentraler Grund für den Kursverfall ist die wachsende Sorge, dass KI-Technologien das Kerngeschäft von TeamViewer bedrohen könnten. Analysten von Bernstein Research warnen, dass die Automatisierung durch KI das traditionelle Remote-Support-Segment des Unternehmens zunehmend ersetzen könnte. Dennoch sieht das Ratinghaus Potenzial und gibt ein starkes Kursziel von 11 Euro an. Obwohl TeamViewer mit der Einführung der Plattform TeamViewer ONE versucht, sich strategisch neu auszurichten, bleibt unklar, ob dies ausreicht, um die strukturellen Herausforderungen zu bewältigen.

Shortseller verstärken den Druck

Ein weiterer belastender Faktor ist der hohe Anteil an Shortsellern, die aktuell auf fallende Kurse setzen. Laut aktuellen Berichten halten Shortseller mittlerweile über 10 Prozent der Aktien, wobei große Akteure wie AQR Capital Management und Qube Research & Technologies ihre Positionen zuletzt weiter aufgestockt haben. Diese Entwicklung verstärkt den Abwärtsdruck auf die Aktie und erschwert eine mögliche Erholung.

Verhaltener Ausblick und wirtschaftliche Unsicherheiten

TeamViewer selbst hat für 2026 einen vorsichtigen Ausblick präsentiert. Das Unternehmen erwartet ein Umsatzwachstum von lediglich 0 bis 3 %, was die ohnehin schon skeptische Stimmung am Markt weiter belastet. Zwar konnte TeamViewer im vierten Quartal 2025 die Erwartungen mit einem Umsatz von 194,6 Millionen Euro übertreffen, doch die langfristigen Wachstumsperspektiven bleiben begrenzt.

Fazit

Die Kombination aus KI-bedingten Disruptionsängsten, einem hohen Anteil an Shortsellern und einem verhaltenen Ausblick hat die TeamViewer-Aktie auf ein neues Allzeittief gedrückt. Ob das Unternehmen mit seiner strategischen Neuausrichtung und der neuen Plattform TeamViewer ONE die Wende schaffen kann, bleibt abzuwarten.

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Erstellt:
23. Februar 2026, 16:52 Uhr

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