Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Waldbrandgefahr nimmt bei frühsommerlichem Wetter weiter zu

dpa/lsw Stuttgart. Zahlreiche Sonnentage am Stück schon im April und von Regen keine Spur. Viele Menschen freut es, doch die Frühjahrstrockenheit hat auch ihre Kehrseite. Das Risiko von Waldbränden wächst.

Die Sonne scheint in einem Park. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die Sonne scheint in einem Park. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Der Dauersonnenschein lässt die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg weiter steigen. Regen ist nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Montag in den kommenden Tagen nicht in Sicht. Schon am Mittwoch werden weite Teile des Landes die vierte von fünf Stufen beim Waldbrandgefahrenindex des DWD erreichen.

Forstminister Peter Hauk (CDU) mahnte zur Vorsicht. „Generell gilt in den Wäldern, mit offenem Feuer vorsichtig umzugehen.“ Es sei grundsätzlich untersagt, außerhalb einer eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstelle ein Feuer anzuzünden, teilte er am Montag in Stuttgart mit. Auch herrsche in den Monaten März bis einschließlich Oktober in den Wäldern in Baden-Württemberg ein generelles Rauchverbot. „Dies ist notwendig, um das Risiko eines Waldbrandes zu minimieren.“

In Baden-Württemberg kommt es nach Angaben des Ministeriums immer wieder zu eher kleineren Waldbränden. Im Vergleich zu anderen Ländern, deren Wälder von waldbrandgefährdeten Baumarten wie Kiefern dominiert sind, sei Baden-Württemberg jedoch kein ausgesprochenes Waldbrandland. Dies hänge vor allem mit dem hohen Anteil an Laub- und Mischwäldern zusammen. Einzig in der Rheinebene wachsen im Südwesten ausgedehntere Kiefernwälder.

Der DWD erwartet, dass es im Laufe der Woche wärmer wird. Schon am Montag konnten viele Menschen in Baden-Württemberg Sonne pur genießen, wie DWD-Meteorologe Thomas Schuster sagte. Nur im südlichen Drittel des Landes gab es zunächst noch dichte Wolken. Der Wind wehte kräftig. Stürmisch sollte es im Bergland werden. Im Hochschwarzwald seien Windgeschwindigkeiten von 90 Kilometern pro Stunde möglich.

Die Temperaturen sollten am Montag nach Angaben des Wetterdienstes 15 Grad im Bergland und 21 Grad am Rhein erreichen. „Dann geht es peu à peu zwei Grad pro Tag hoch“, sagte Schuster. Für Dienstag rechnen die Meteorologen mit Höchstwerten zwischen 16 Grad und 23 Grad und viel Sonnenschein. Dazu bleibe es ähnlich windig, erklärte Schuster. Zum Mittwoch lasse der Wind nach, am Tag könne überall im Flachland die 20-Grad-Marke geknackt und am Rhein bis zu 24 Grad erreicht werden.

Zum Artikel

Erstellt:
20. April 2020, 08:39 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!