Termine für Corona-Schnelltests fast ausgebucht

dpa/lsw Stuttgart. Für die landesweit angebotenen Corona-Schnelltests vor Weihnachten gibt es einen Tag vor Beginn der Aktion fast keine freien Termine mehr. „Die Nachfrage ist riesengroß“, sagte Udo Bangerter, Pressesprecher des baden-württembergischen Deutschen Roten Kreuzes, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. An den Standorten, bei denen die Testwilligen sich vorab anmelden müssten, seien die Slots ausgebucht. Bei den Johannitern, die ebenfalls Tests im Land anbieten, ist die Lage ähnlich. „Es gibt noch ein paar freie Kapazitäten, aber nicht mehr sehr viele“, sagte eine Sprecherin. Man werde seit Tagen von Interessenten „überrannt“.

Eine Frau nimmt einen Abstrich für einen Schnelltest zur Erkennung des Coronavirus. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archiv

Eine Frau nimmt einen Abstrich für einen Schnelltest zur Erkennung des Coronavirus. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archiv

Am 23. und 24. Dezember können Bürger an rund 140 Standorten (Stand 21.12., 15 Uhr) in Baden-Württemberg Corona-Schnelltests in Anspruch nehmen. Innerhalb von 15 bis 30 Minuten geben diese Tests Auskunft über eine aktuelle Infektiosität. Sie liefern jedoch keine absolute Sicherheit: Auch bei einem negativen Testergebnis müssen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Das Angebot richtet sich vor allem an Personen, die gefährdete Angehörige besuchen wollen und dafür mehr Sicherheit suchen. Dafür hat das Land 80 000 Schnelltests zur Verfügung gestellt. Ehrenamtliche der Hilfsorganisationen übernehmen die Organisation vor Ort.

Vereinzelt gebe es Test-Stationen ohne Voranmeldung im „Drive-Through“-Verfahren, bei dem Menschen in ihren Autos bleiben könnten, sagte der DRK-Sprecher. Dort könnten möglicherweise auch Kurzentschlossene noch an einen Test kommen. Dabei müsse man sich aber auf Wartezeiten einstellen und auch damit rechnen, doch nicht an die Reihe zu kommen. Ein flächendeckendes Angebot an Test-Stationen gibt es nicht. In Karlsruhe etwa wurde die Aktion wegen Bedenken des Gesundheitsamts wieder abgesagt. Andernorts fehlen bei den Hilfsorganisationen nach eigenen Angaben die Kapazitäten.

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Erstellt:
22. Dezember 2020, 12:10 Uhr

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