Tödlicher Unfall auf der B14 belastet auch die Einsatzkräfte

Nach dem Frontalzusammenstoß auf der B14 zwischen Berwinkel und Großerlach ist ein Nachsorgeteam vor Ort.

Die Hilfskräfte können für die Unfallbeteiligten nichts mehr ausrichten. Foto: Jörg Fiedler

© Jörg Fiedler

Die Hilfskräfte können für die Unfallbeteiligten nichts mehr ausrichten. Foto: Jörg Fiedler

Sulzbach an der Murr. 17 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Sulzbachs sind am vergangenen Montag nach dem tödlichen Unfall auf der B14 zwischen Berwinkel und Großerlach im Einsatz gewesen (wir berichteten), dazu mehrere Polizisten und Hilfskräfte verschiedener Rettungsdienste inklusive eines Rettungshubschraubers. Zwei Autos waren auf der Bundesstraße frontal ineinandergestoßen, zum Unfallhergang konnte die Polizei auch am Mittwoch keine konkreteren Angaben tätigen.

Was bekannt ist: Der 62-jährige Fahrer eines Opel Zafira kam gegen 16.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache vollständig auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß er mit einer entgegenkommenden 21-jährigen VW-Fahrerin zusammen, die mit ihrem Golf in Fahrtrichtung Sulzbach unterwegs war. Beide Unfallbeteiligten erlitten durch den Zusammenstoß schwerste Verletzungen und verstarben an der Unfallstelle – obwohl sie mit einer sogenannten Crashrettung aus den Autos befreit worden waren, wie Feuerwehrkommandant Alexander Hübner berichtet. Bei einer solchen Sofortrettung ist keine Zeit für eine schonende Rettung, bei der möglichst keine weiteren Verletzungen entstehen sollen. Es geht allein darum, die verletzte Person am Leben zu halten.

Diese Art von Einsatz ist auch für die Feuerwehrleute nicht alltäglich

Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden, die Straße war im Nachgang bis 22 Uhr in beiden Fahrtrichtungen für Reinigungsarbeiten voll gesperrt.

Diese Art von Einsatz sei auch für die Freiwillige Feuerwehr Sulzbach nicht alltäglich, erklärt Alexander Hübner. Deshalb kam anschließend ein Einsatz-Nachsorge-Team ins Gerätehaus der Feuerwehr, das die Feuerwehrleute, die Rettungsdienstkräfte sowie drei Ersthelfer versorgte. „Es war eine andere Situation als sonst“, sagt Hübner. Auch die Angehörigen der Opfer wurden psychologisch betreut.

In zwei Wochen wird es ein weiteres Nachsorgeangebot für die Feuerwehrleute geben, das all diejenigen, die möchten, in Anspruch nehmen können. „Nach einem derartigen Einsatz wird einem oft erst mit Verzögerung bewusst, was man erlebt hat“, weiß Hübner. Das Nachsorgeteam sei am Montag zum ersten Mal in Sulzbach gewesen, fügte er hinzu. Mit der Betreuung ist er hoch zufrieden. „Es war eine super Sache, dass sie da waren“, betont er. mm

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Erstellt:
1. Mai 2024, 15:54 Uhr

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