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Tolu über Türkei: „Von Pressefreiheit kann keine Rede sein“

dpa Ulm. Die Journalistin Mesale Tolu verfolgt die Entwicklung in der Türkei weiter mit Sorge. „Von Pressefreiheit kann keine Rede sein, und die Verletzungen der Menschenrechte gehen weiter“, sagte die 34-Jährige der Deutschen Presee-Agentur. Auch deshalb wolle sie weiter Einladungen zu Vorträgen und Diskussionsrunden annehmen. „Bei solchen Gelegenheiten zeigt sich immer wieder, dass viele Menschen in Deutschland weiter am Geschehen in der Türkei interessiert sind.“ Tolu hat mehr als sieben Monate lang in der Türkei wegen angeblicher Terrorpropaganda im Gefängnis gesessen. Vor einem Jahr war die in Ulm geborene Journalistin zurück nach Deutschland gekommen - auch dank einer Intervention der Bundesregierung.

Mesale Tolu sitzt auf einem Geländer vor der Ulmer Altstadt. Foto: Stefan Puchner

Mesale Tolu sitzt auf einem Geländer vor der Ulmer Altstadt. Foto: Stefan Puchner

Inzwischen macht die 34-Jährige ein Volontariat bei der „Schwäbischen Zeitung“. In einem im Frühjahr erschienenen Buch berichtet sie über ihre Zeit als Gefangene. Fast acht Monate lang wurde die kurdischstämmige Deutsche nach ihrer Festnahme am 30. April 2017 im Istanbuler Frauengefängnis festgehalten, fünf Monate davon zusammen mit ihrem Sohn Serkan. „Inzwischen hat er das vergessen - oder zumindest verdrängt“, sagt Tolu.

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Erstellt:
22. August 2019, 07:00 Uhr

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