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Tote in Weser ist vermutlich vermisstes Mädchen

dpa/lsw Bremerhaven/Gammertingen. Ein vermisstes Mädchen aus Gammertingen (Kreis Sigmaringen) ist vermutlich tot. Laut Polizei handelt es sich bei zwei Leichen in einem Auto, das am Donnerstag in Bremerhaven aus der Weser geborgen wurde, mutmaßlich um die Zehnjährige und ihre Mutter. Der Wagen gehöre „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ der 46-Jährigen.

Polizeiauto mit Blauchlicht. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Polizeiauto mit Blauchlicht. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Noch sind die Identitäten nicht zweifelsfrei geklärt. Eine Obduktion solle für Klarheit sorgen, sagte eine Polizeisprecherin in Kaiserslautern am Freitag.

Mutter und Tochter galten seit dem 8. Juni als vermisst. Die Frau kommt aus Kaiserslautern, die Zehnjährige lebte seit der Trennung der Eltern beim Vater in Gammertingen. Früheren Angaben der Polizei zufolge hatten sich Hinweise verdichtet, dass sich Mutter und Tochter in Bremerhaven aufgehalten haben könnten. Dort suchte die Polizei daher intensiv nach den beiden und entdeckte mit Hilfe eines Spezialboots das Auto in der Weser.

Die Polizei in Kaiserslautern hatte gewarnt, eine Gefahr für Mutter und Tochter oder ein Unglücksfall könnten nicht ausgeschlossen werden. Die 46-Jährige sei überwiegend auf einen Rollstuhl und möglicherweise auf medizinische Versorgung angewiesen.

Nach Angaben der Polizeisprecherin ermittelte die Behörde bisher nicht wegen einer Straftat, sondern wegen eines Vermisstenfalls. Die Zehnjährige hielt sich demnach zwar planmäßig bei ihrer Mutter auf, die 46-Jährige brachte das Mädchen dann aber nicht wie verabredet zurück.

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Erstellt:
19. Juni 2020, 12:22 Uhr

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