Tourismus: Aufatmen im Sommer, Durststrecke im Herbst

dpa/lsw Stuttgart. Trotz guter Geschäfte in den Ferien bleibt die Lage für Hotels und Gastronomiebetriebe im Südwesten nach Ansicht von Tourismusminister Guido Wolf (CDU) prekär. „Mit dem Herbst müssen wir uns auf eine Durststrecke einstellen“, sagte Wolf den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“ (Samstag). Es sei deshalb richtig, die Sanierungshilfen für Gastronomie und Hotellerie zu verlängern. Mehr als die bereitgestellten 330 Millionen Euro werde es aber nicht geben, weil ein großer Teil davon aufgrund eines erfreulich guten Sommergeschäfts noch nicht ausgeschöpft sei, sagte der Minister.

Guido Wolf (CDU), Tourismusminister von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Guido Wolf (CDU), Tourismusminister von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

In den Ferienwochen habe sich die Lage gut entwickelt, in vielen Bereichen sei ein deutliches Aufatmen zu vernehmen gewesen. Allerdings habe das Naturerlebnis im Vordergrund gestanden. In den Ballungszentren, wo Kongresse und Tagungen fehlten und auch der Städtetourismus kaum Impulse setze, bleibe die Lage „desaströs“.

Im ersten Halbjahr 2020 waren laut offizieller Statistik nicht einmal halb so viele Gäste wie sonst in diesem Zeitraum in den Südwesten gekommen.

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Erstellt:
11. September 2020, 15:18 Uhr

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