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Tourismusminister: Branche durch Coronavirus unter Druck

dpa/lsw Stuttgart. Das Coronavirus verunsichert Reisende und die Tourismusbranche. Die Bundesregierung kündigt nun Hilfen an, das Land will sich anschließen. Die CDU befürchtet, dass das ganze Jahr über Touristen ausbleiben könnten.

Guido Wolf (CDU), Minister der Justiz und für Tourismus von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Guido Wolf (CDU), Minister der Justiz und für Tourismus von Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf (CDU) rät Urlaubern, an Reiseplänen in den Südwesten trotz des neuartigen Coronavirus festzuhalten. „Für Gäste besteht kein Anlass zu Verunsicherung und Panik“, sagte Wolf am Samstag in Stuttgart. „Derzeit kann man beruhigt nach Baden-Württemberg reisen.“ Die Tourismusbranche sei jedoch verunsichert. „Die ersten Rückmeldungen der Betriebe lassen bereits erahnen, dass es kurzfristig Auswirkungen geben wird“, sagte der Minister. Der Tourismus brauche daher „schnell und unbürokratisch“ Unterstützung.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat der Branche angesichts der Folgen durch den Coronavirus am Samstag Unterstützung zugesagt. Wolf unterstützte dies. Er reagierte damit auf entsprechende Forderungen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Baden-Württemberg.

Der Tourismus habe sich mit fast 60 Millionen Übernachtungen im Land zu einem enorm wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt, sagte Wolf: „Wir müssen der Branche, die von enormer Bedeutung ist, kurzfristig zur Seite stehen.“ Konkretes müsse noch erarbeitet werden. Am Montag will sich Wolf den Angaben zufolge mit Dehoga-Vertretern treffen.

„Die Landesregierung ist jetzt gefordert, sämtliche Möglichkeiten der Unterstützung der Branche eingehend zu prüfen“, sagte Patrick Rapp, tourismuspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Zudem müsse sie verstärkt über bereits bestehende Fördermöglichkeiten und Liquiditätshilfen informieren. Die Krise werde vermutlich länger anhalten. Die wachsende Verunsicherung bei den Gästen werde sich auch auf Reisebuchungen für das gesamte Jahr niederschlagen.

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Erstellt:
7. März 2020, 10:41 Uhr

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