Tourismusminister: „Gegen Urlaub im Land nichts einzuwenden“

dpa/lsw Stuttgart. Trotz der sich zuspitzenden Pandemie sieht Tourismusminister Guido Wolf (CDU) keinen Grund für einen Verzicht auf Reisen durchs Land in den Herbstferien. „Urlaub in Baden-Württemberg war nach allem, was wir bisher wissen, gerade kein Infektionstreiber“, sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Deswegen wehre ich mich gegen die Aussage, in Baden-Württemberg solle im Herbst kein Urlaub verbracht werden.“ Die Betriebe gingen sehr verantwortungsvoll mit der Situation um. „Gegen einen Urlaub in Baden-Württemberg unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden.“ Zuvor hatte unter anderem Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) den Bürgern nahegelegt, im Herbst dieses Jahr nicht wegzufahren.

Guido Wolf (CDU), Tourismusminister in Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Guido Wolf (CDU), Tourismusminister in Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Wolf kritisierte auch das Beherbergungsverbot, das seit längerem für Besucher aus Stadt- oder Landkreisen mit erhöhtem Infektionsgeschehen für Hotels, Herbergen, Campingplätze und andere ähnliche Einrichtungen gilt. Das mache immer weniger Sinn bei einem zunehmenden Infektionsgeschehen in der Fläche und sei für Hoteliers wie für Reisende eine unverhältnismäßige Belastung, kritisierte er. Die Intensität von Ansteckungen in Beherbergungsbetrieben sei äußerst gering. Außerdem müsse es für Geschäftsleute oder Arbeiter möglich bleiben, eine Unterkunft im Land zu finden.

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Erstellt:
12. Oktober 2020, 15:33 Uhr

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