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Tripsdrill und andere Freizeitparks trotz Corona zufrieden

dpa/lsw Cleebronn/Rust. Vor knapp einem Monat sind Freizeitparks im Südwesten nach der Corona-Zwangspause wieder in Betrieb gegangen. Sie ziehen nun eine positive erste Bilanz. Deutschlands ältester Freizeitpark, Tripsdrill, startet sogar mit zwei neuen Achterbahnen durch.

Planen decken im Freizeitpark Tripsdrill die Gondeln der Attraktion „Maibaum“ ab. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Planen decken im Freizeitpark Tripsdrill die Gondeln der Attraktion „Maibaum“ ab. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Nach langer Corona-Zwangspause und verspätetem Start sind die Betreiber des ältesten deutschen Freizeitparks mit den ersten Wochen der Saison zurückhaltend zufrieden. „Die Besucher haben Nachholbedarf“, sagte der Sprecher des Erlebnisparks Tripsdrill, Birger Meierjohann, der dpa. Allerdings sei wegen der strengen Corona-Auflagen nur eine begrenzte Zahl von Menschen in dem Vergnügungspark in Cleebronn (Kreis Heilbronn) erlaubt. „Wir sind deshalb auch weit weg vom Optimalzustand“, sagte der Sprecher. Die Einschränkungen wirkten sich natürlich auch auf die Statistik aus. Zahlen nannte Meierjohann nicht.

Der Freizeitpark war Ende Mai in die Sommersaison gestartet - ursprünglich geplant war Anfang April. Am Freitag (26. Juni) will der Familienbetrieb erstmals seine zwei neuen Achterbahnen im Doppelpack in Betrieb nehmen. Zu den Baukosten machen die Erlebnispark-Betreiber zwar keine Angaben. Es sei aber die „größte Investition“ in der 90-jährigen Geschichte von Tripsdrill, sagte Meierjohann.

Der Thrill: Der Streckenverlauf der Familienachterbahn „Volldampf“ und der Hängeachterbahn „Hals-über-Kopf“ kreuzt sich mehrfach. „Das Konzept wurde eigens für Tripsdrill entwickelt und gilt damit in der Branche als Weltneuheit“, warb Meierjohann für die Attraktionen. Bei „Volldampf“ geht es zudem nicht nur voraus, sondern auf Schienen auch rückwärts - zum Glück, denn die Schienen führen an einer Stelle nicht weiter und hängen frei in der Luft. „Hals-über-Kopf“ soll zudem seinem Namen mit vier Überschlägen alle Ehre machen.

Der Erlebnispark Tripsdrill war 1929 mit der ersten Altweibermühle am Fuße des Cleebronner Michaelsbergs eröffnet worden. Heute bietet der Park mehr als 100 Attraktionen auf 77 Hektar Fläche. Im vergangenen Jahr hatte Tripsdrill seine Besucherzahl um zwei Prozent auf die Rekordsumme von 780 000 Besuchern erhöht.

Auch andere Vergnügungsparks im Südwesten sind nach den Lockerungen der seit Mitte März geltenden Corona-Einschränkungen seit Ende Mai wieder geöffnet. Es gelten eine Begrenzung der Besucherzahlen, Abstandsregeln und Hygienevorschriften, teilte der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen mit. Dies funktioniere. In den Attraktionen sei das Tragen einer Mund-Nasen-Maske Pflicht.

„Die Kunden sind extrem glücklich und dankbar, dass Freizeitvergnügen wieder möglich sind und halten sich an die Regeln“, sagte der Inhaber des Europa-Parks in Rust bei Freiburg, Roland Mack. Der Europa-Park ist Deutschlands größter Freizeitpark. Zum Schutz vor dem Coronavirus hat er die tägliche Besucherzahl laut Mack auf 10 000 begrenzt. Sonst kommen nach Angaben der Betreiber im Sommer bis zu 50 000 Menschen täglich in den seit 45 Jahren bestehenden Vergnügungspark.

„Die Resonanz der Besucher und auch die Belegung unserer Hotels sind positiv“, sagte Mack. Anfang Juli werde der Park auch wieder erste Shows organisieren. Diese sind wegen Corona bislang ausgesetzt. Mit dem zusätzlichen Show-Angebot könnten Besucherströme entzerrt werden.

Zu Engpässen könne es mit dem Beginn der Sommerferien kommen. „Die Öffnung der Grenzen zu Frankreich und der Schweiz hat bei uns zu einer steigenden Besuchernachfrage geführt“, sagte Mack: „Die Sommerferien werden ebenfalls dazu führen.“ Da der Park die Besucherzahl weiter begrenzen müsse, werde er an bestimmten Tagen ausverkauft sein. Besucher sollten Eintrittskarten daher frühzeitig kaufen. Es gibt Karten, wie bei allen Parks, nur online.

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Erstellt:
23. Juni 2020, 06:33 Uhr

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