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Tübingen will Bürger auf Corona-Antikörper testen

dpa/lsw Tübingen. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat alle Tübinger aufgerufen, sich auf Corona-Antikörper testen zu lassen. So will er repräsentative Zahlen für seine Stadt bekommen, wie er am Mittwoch sagte. Nach dem Zufallsprinzip will er zudem Einwohner anschreiben und sie darum bitten, einen Test zu machen. Etwa 1000 Teilnehmer seien für eine belastbare Aussage zur lokalen Immunität notwendig. „Je mehr mitmachen, umso besser die Datenlage für uns.“ Damit könne die Stadt bei einer möglichen zweiten Infektionswelle besser reagieren.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) schaut in die Runde. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) schaut in die Runde. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Bei bisherigen Tests des Tübinger Humangenetik-Labors CeGaT wurden bei 8,8 Prozent der Teilnehmer Antikörper gegen das neue Coronavirus festgestellt. CeGaT hatte in den ersten neun Tagen seiner Testreihe 6776 Antikörpertests durchgeführt. 596 davon waren positiv. Laut Geschäftsführer Dirk Biskup ist diese Zahl aber nicht repräsentativ für die bundesweite Immunität. An den Tests hätten vor allem Menschen teilgenommen, die sich nicht auf eine akute Erkrankungen testen lassen konnten, in Risikogebieten waren oder Kontakt zu Infizierten hatten. CeGaT will nun weitere Blutentnahmestellen in Stuttgart und Reutlingen einrichten.

Biskup sagte, Experten gingen zwar davon aus, dass Menschen mit Antikörpern nicht mehr infektiös und immun gegen Sars-CoV-2 seien. Wie lang diese Immunität bestehe, sei aber unbekannt.

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Erstellt:
27. Mai 2020, 15:05 Uhr

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