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Türkei: Terrorprozess gegen Mesale Tolu wird fortgesetzt

dpa Istanbul. Der Prozess gegen die deutsche Journalistin und Autorin Mesale Tolu wegen Terrorvorwürfen geht am Dienstag in Istanbul weiter. Sie erwarte, dass die Staatsanwaltschaft dann ihr Plädoyer vortragen und die Strafforderungen stellen werde, sagte Tolu der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Mit einem Urteil rechnete sie zunächst nicht.

Mesale Tolu lehnt an einem Brückengeländer. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Mesale Tolu lehnt an einem Brückengeländer. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Tolu und ihr ebenfalls angeklagter Ehemann Suat Corlu werden zur Verhandlung nicht anreisen. „Wir sehen darin keinen Wert mehr. Die Verhandlungen werden sowieso ständig vertagt“, sagte Tolu. Das sei ein „Spielchen“, das das Gericht mit den Angeklagten spiele. Zur Beobachtung wird wieder die Grünen-Abgeordnete Margit Stumpp im Saal sein, wie diese der dpa am Montag bestätigte.

Im Sommer 2018 hatte Mesale Tolu nach Monaten der U-Haft und Ausreisesperre die Türkei verlassen dürfen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr und anderen Angeklagten Mitgliedschaft in der linksextremen Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei MLKP vor. Die gilt in der Türkei als Terrororganisation.

Eine ganze Serie von Festnahmen deutscher Staatsbürger hatte 2017 zu einer schweren Krise zwischen Berlin und Ankara geführt. Die prominentesten Inhaftierten waren neben Tolu der „Welt“-Reporter Deniz Yücel und der Menschenrechtler Peter Steudtner. Sie alle sind inzwischen ausgereist. Die Prozesse gehen aber weiter.

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Erstellt:
25. Februar 2020, 02:19 Uhr

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