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Über 3000 Einwände gegen Pläne zum A8-Neubau am Albaufstieg

dpa/lsw Stuttgart/Gruibingen. Staus vermiesen Autofahrern im Südwesten auf so manchen Strecken die Freude am Fahren. Als besonders ärgerlich gelten Dauerstaus, deren Ursachen seit Jahren bekannt sind. Das Nadelöhr der A8 gehört dazu.

Autos fahren am Drackensteiner Hang auf der A8 über die Drachenlochbrücke. Foto: Marijan Murat

Autos fahren am Drackensteiner Hang auf der A8 über die Drachenlochbrücke. Foto: Marijan Murat

Gegen Pläne für einen sechsstreifigen Neubau der Autobahn 8 am Albaufstieg sind mittlerweile rund 3000 Einwendungen erhoben worden. Davon beruhe ein großer Teil auf Unterschriftenaktionen, teilte das Regierungspräsidium Stuttgart mit. Schwerpunkte der privaten Einwendungen seien insbesondere die Streckenführung der vorgesehenen neuen Trasse, der Flächenverbrauch sowie der Lärmschutz und die Gestaltung der Anschlussstelle Hohenstadt.

Staugeplagt sind auch eine Reihe anderer Autobahnabschnitte. Das Verkehrsministerium will verstärkt mit einem 24-Stunden-Betrieb dafür sorgen, dass Straßenbauarbeiten rascher abgeschlossen werden. „Mit der Bauwirtschaft haben wir uns darauf verständigt, die Anzahl der 24-Stunden-Baustellen in den kommenden Jahren schrittweise weiter zu erhöhen, so dass sich die Bauunternehmen darauf einstellen können und eine verlässliche Perspektive haben“, hatte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) Ende August erklärt.

Betroffen ist derzeit neben der A8 - darunter auch der Bereich um das Dreieck Karlsruhe und zwischen Ulm-West und Merklingen - die A7 zwischen Ulm und Würzburg im Raum Ellwangen und Dinkelsbühl. Auch die A5 zwischen Karlsruhe und Basel sowie die A81 zwischen Stuttgart und Singen tauchen immer wieder in den Staumeldungen auf, dort oft allein wegen des hohen Verkehrsaufkommens.

Als das mit Abstand schlimmste Nadelöhr beim Ausbau der A8 zwischen den Landeshauptstädten Stuttgart und München gelten der Albaufstieg und der Albabstieg. Dort kommt es immer wieder zu langwierigen Staus. Auf beiden Seiten verengt sich die inzwischen teils sechsstreifig ausgebaute A8 auf die zwei engen Fahrspuren, deren Bau 1937 (Abstieg) und 1957 (Aufstieg) zumeist ohne Standstreifen fertiggestellt worden war.

Die wichtigsten Einwendungen sollen an diesem Donnerstag (26.9.) bei einem öffentlichen Erörterungstermin angesprochen werden, zu dem das Regierungspräsidium in die Gemeinde Gruibingen (Kreis Göppingen) am Nordrand des Albaufstiegs eingeladen hat. Von der Auswertung der Einwendungen hängt auch ab, wann das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden kann. Danach werden dann bis zur Fertigstellung noch etwa acht Jahre veranschlagt.

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Erstellt:
25. September 2019, 17:06 Uhr

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