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Überblick im Baustellendschungel

In Backnang wird an (fast) allen Ecken und Enden gebaut

Viele Backnanger haben das Gefühl, dass ihre Stadt eine einzige große Baustelle ist. Zurzeit habe man tatsächlich eine ungewohnte Situation, das gibt auch Baudezernent Stefan Setzer zu. Die Jahre 2019 bis 2021 werden Jahre der Baustellen in Backnang. Die Stadt, die Stadtentwässerung und die Stadtwerke Backnang investieren in dieser Zeit erheblich in die öffentliche Infrastruktur: in die Kanalisation, in Gas- und Wasserleitungen, in die Erneuerung von Straßenbelägen und in die Neugestaltung von Straßen und öffentlichen Flächen. Eine Baustellenrundtour mit Baudezernent Stefan Setzer, mit dem Leiter des Stadtbauamts, Hans Bruss, und mit Nicole Hotzy soll einen Bruchteil dessen darstellen, was sich in Backnang gerade bewegt.

Abschnitt Blumenstraße/Maubacher Straße: Der Zeitplan wurde bisher eingehalten. Fotos: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Abschnitt Blumenstraße/Maubacher Straße: Der Zeitplan wurde bisher eingehalten. Fotos: J. Fiedler

Abschnitt Blumenstraße/ Maubacher Straße: Bei all den Baustellen, die derzeit in und um Backnang bestehen, sei man gut im Zeitplan, berichtet Stefan Setzer. „Das Wetter spielt mit. Das einzige, das für eine Baustelle zum Problem wird, sind Frostperioden und Gewitter.“ Auch im Bereich der Blumenstraße/ Maubacher Straße sind die Bauarbeiten schon weit fortgeschritten. „Die Leitungen sind schon verlegt“, sagt Bruss. Die Arbeiten in der Maubacher Straße hängen mit der Bebauung des Feucht-Areals zusammen. Das müsse zusammenspielen. Rund 1,8 Millionen Euro werden für diesen Bauabschnitt investiert. Weitere Maßnahmen werden laut Bruss hinzukommen: Angesetzt ist die Neugestaltung des Heininger Wegs (März 2020 bis Juni 2020), mit der Erneuerung von Gas-, Wasser-, Abwasser-, Telekommunikations- und Stromleitungen. Parallel dazu wird ab Mai 2020 die Maßnahme ergriffen, den Straßenbelag und den Gehweg zu sanieren (Heininger Weg bis Lerchenstraße).

Abschnitt Obere Walke: Auf rund 800 Meter erfolgt der Rückbau der Straße Obere Walke. Bis Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. „Hier geht es um eine Städtebauliche Erweiterung“, erklärt Stefan Setzer. „Das Wohngebiet soll eine gute Anbindung zur Innenstadt bekommen.“ Künftig wird die Obere Walke vom Autoverkehr befreit und nur noch als ein Geh- und Radweg konzipiert. „Das Ufer wird in Form gebracht und neu gestaltet, so haben auch die Bäume mehr Lebensraum“, ergänzt Hans Bruss. Außerdem werden auch Sitzgelegenheiten aufgebaut, auf denen man verweilen könne. In zwei Abschnitte seien die Maßnahmen aufgeteilt: Zum einen in den Landschaftsbau, zum anderen in den Wege- und Kanalbau. Gesamtkosten etwa: 1 053 000 Euro. Bruss: „Es ist eine deutliche Aufwertung dieses Abschnitts.“

Hohenheimer Straße (westlicher Bereich): In der Hohenheimer Straße wird man noch bis Anfang kommenden Jahres am Baggern und Sanieren sein. Ziel ist es laut Hans Bruss, die Hohenheimer Straße auszubauen, da in diesem Bereich ein Neubaugebiet mit 10 Bauplätzen entsteht. Somit müssten die Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen erneuert beziehungsweise neu angelegt werden.

Abschnitt Talstraße/ Aspacher Straße/ Aspacher Brücke: Eine Baumaßnahme und Sperrung, an die sich die Bürger bereits seit Wochen gewöhnt haben, befindet sich im Bereich Aspacher Brücke und Talstraße. In der Talstraße und an der Aspacher Brücke geht es laut Setzer um den Hochwasserschutz. Die Arbeiten jenseits der Brücke in der unteren Eduard-Breuninger-Straße sind abgeschlossen. In der Talstraße gehen die Arbeiten mit Hochdruck weiter. Die halbseitige Sperrung der Talstraße wird noch bis Ende November andauern. Gearbeitet wird derzeit am Tiefufer. Dabei wird auch großer Wert auf die Optik der Betonarbeiten gelegt. So entstehen vor und hinter der Aspacher Brücke an den Wänden zur Murr mittels Spritzbetontechnik Wellenlinien, die das Fließen des Flusses symbolisieren sollen. Die Arbeiten am Tiefufer enden mit Steinschüttungen am Ufer, damit jeder problemlos bis zum Wasser gehen kann. So soll die Murr wieder erlebbar werden. Die Gesamtkosten liegen laut Bruss bei etwa fünf Millionen Euro. Auf der anderen Seite der Talstraße fehlt noch der Hochwasserschutz für den Mühlkanal. So wird es auf Höhe des Ungarndeutschen Museums einen Schieber geben, der bei Hochwasser geschlossen werden kann. Er dient zur Sicherung der Wasserkraftanlage. Zudem werden Fundamente gebaut für die Dammbalken, die bei einem Hochwasser die Talstraße bis zur Brücke abschotten. Diese Einzelmaßnahmen werden eine Bauzeit von Sommer 2020 bis etwa Ende 2021 in Anspruch nehmen.

Abschnitt Obere Walke.

© Jörg Fiedler

Abschnitt Obere Walke.

Hohenheimer Straße (westlicher Bereich).

© Jörg Fiedler

Hohenheimer Straße (westlicher Bereich).

Abschnitt Talstraße/Aspacher Straße/Aspacher Brücke.

© Jörg Fiedler

Abschnitt Talstraße/Aspacher Straße/Aspacher Brücke.

Info
Die Stadt setzt auf Kommunikation

Die Stadt setzt auf Kommunikation: „Uns kann man jederzeit alles fragen“, betont Stefan Setzer, der den Unmut von Bürgern verstehen kann, wenn sie über Verkehrsänderungen oder Baustellen nicht informiert sind. Aus diesem Grund hat die Stadt die Kampagne „Backnang baut“ gestartet. Auf unterschiedlichen Kanälen will die Verwaltung ihre Bürger künftig über alle größeren Baustellen umfassend und vor allem aktuell informieren. Dabei soll die Broschüre helfen, in der die städtischen Baustellen der Jahre 2019 und 2020 vorgestellt werden. Kleiner Auszug (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

B 14 Kreuzung Maubacher Straße/ Kitzbüheler Straße: Im kommenden Jahr stehen Asphaltarbeiten an, damit wird die Verkehrsführung geändert und die Straßen werden teilweise gesperrt.

Sulzbacher Straße/ Christophstraße: Ebenfalls im kommenden Jahr werden in diesem Bereich die Leitungen erneuert und ein Regenüberlauf neu gebaut. Zudem werden der Parkplatz in der Christophstraße neu gestaltet und die Bushaltestelle umgebaut.

Kreuzungsbereich Stuttgarter Straße/ Industriestraße: Die Leitungen werden erneuert, der Straßenbelag und die Gehwege saniert - auch im nächsten Jahr.

Röntgenplatz bis Größeweg: Hier steht 2020/2021 eine Vollsperrung an. Der Straßenbelag und die Gehwege werden saniert, die Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen erneuert.

Eduard-Breuninger-Straße/ Dilleniusstraße/ Am Obstmarkt: Dieser Bereich wird im Zusammenhang mit dem Neubau der Kronenhöfe neu gestaltet. Zeitraum: 2020 bis 2022.

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Erstellt:
20. August 2019, 09:30 Uhr

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