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Ulmschneider verzehnfacht Lagerkapazität

Backnanger Spedition baut derzeit auf ihrem Firmensitz in Waldrems eine 5000 Quadratmeter große Logistikhalle

Die Spedition Ulmschneider in Waldrems errichtet derzeit eine neue Logistikhalle mit knapp 5000 Quadratmetern Nutzfläche. Damit verzehnfacht das Unternehmen seine Lagerkapazität.

In Sichtweite der B14 entsteht neben der Lechstraße in Waldrems das neue Logistikzentrum der Spedition Ulmschneider. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

In Sichtweite der B14 entsteht neben der Lechstraße in Waldrems das neue Logistikzentrum der Spedition Ulmschneider. Foto: A. Becher

Von Matthias Nothstein

BACKNANG. Die alte Logistikhalle des Unternehmens wurde bereits abgerissen. Dieses bisherige Lager an der Lechstraße hatte lediglich eine Größe von 500 Quadratmetern gehabt. Seit Ende Juli baut nun der Generalunternehmer Bremer aus Stuttgart an dem neuen Gebäude.

Ulmschneider beschäftigt derzeit 51 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von fünf Millionen Euro. Die 32 eigenen Lastwagen der Spedition sind schwerpunktmäßig in Deutschland unterwegs, zehn Prozent der Fahrten gehen jedoch auch ins Ausland. Transportiert wird laut Geschäftsführer Patrick Wendler alles querbeet, „wir sind sehr breit aufgestellt“.

Den Namen Ulmschneider gibt es seit 120 Jahren. Firmengründer Maximilian Ulmschneider legte 1890 den Grundstein als Güterbeförderer der Königlich Württembergischen Eisenbahn am Bahnhof in Backnang. Er gab zugunsten einer unsicheren Zukunft seinen verbeamteten Posten bei der Eisenbahngesellschaft auf, um das ausgeschriebene Geschäft des bahnamtlichen Rollfuhrunternehmers zu übernehmen. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm Ulmschneider mit Pferdekutschen und einem Bestand von bis zu zwölf Zugpferden sogenannte Rollfuhren, Wagenladung und Entladung. Schon 1924 investierte der Unternehmer in die Zukunft und kaufte den ersten Magirus-Lkw mit Vollgummireifen. Nicht zuletzt deshalb, weil sich nach dem Zweiten Weltkrieg keine Kutscher mehr finden ließen, gab Ulmschneider die Pferdehaltung auf und schaffte sich einen Schlepper an.

Bis Ende des Zweiten Weltkriegs waren zwölf Zugpferde im Einsatz

Spätestens ab dem Jahr 1950 wurden im Fernverkehr Kaelble-Lastkraftwagen eingesetzt. Im Jahr 1972 erfolgte der Umzug zum heutigen Standort nach Waldrems. Nach der Insolvenz des Traditionsunternehmens vor sieben Jahren übernahm im November 2012 die Biermann Unternehmensgruppe aus Büren den Betrieb und firmiert seither als Ulmschneider Logistik GmbH&Co. KG. In den folgenden Jahren erfolgte der Austausch und die Erneuerung des kompletten Fuhrparks durch Lkw der neuesten Fahrzeuggeneration. So wurden beispielsweise im Jahr 2017 drei neue Lowliner-Zugmaschinen inklusive Megatrailer mit drei Meter Innenhöhe angeschafft.

Die Erweiterung ist laut Geschäftsführer Patrick Wendler mit dem Neubau noch nicht abgeschlossen. Wenn die Vision wahr wird, dass zwischen Waldrems und Maubach ein neues Gewerbegebiet entlang der B14 entstehen könnte, dann möchte die Spedition Ulmschneider weitere Logistikgebäude errichten. Da aber die Realisierung eines solchen Gewerbegebiets noch in den Sternen steht, sind auch diese Erweiterungspläne noch reine Zukunftsmusik.

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Erstellt:
9. November 2019, 06:00 Uhr

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