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Umweltminister: Wolf wird als „Problemtier“ überbewertet

dpa/lsw Stuttgart. Ist Baden-Württemberg ein Wolfsland? Folgt man der Debatte, könnte man das glauben. Aber bislang ist nur ein einzelner Wolf bekannt, der im Südwesten leben soll. Deshalb sei der Wolf auch kein Problemtier, meint Umweltminister Untersteller.

Ein Wolf streift durch das Gehege. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Ein Wolf streift durch das Gehege. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Die Zahl der Wölfe wird in Baden-Württemberg nach Einschätzung von Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) zwar zunehmen. Das derzeit einzige im Südwesten lebende Exemplar werde als „Problemtier“ aber überbewertet, sagte der Minister und ergänzte: „In den östlichen Bundesländern gibt es dagegen mehr als ein Dutzend Rudel, da ist das durchaus ein relevantes Thema.“

Es sei davon auszugehen, dass es nicht bei dem einen Wolf bleibe, sagte der Grünen-Politiker. Unklar sei lediglich, wann ein zweiter oder dritter Wolf ins Land komme. Die Frage nach einem Rudel entscheide sich dann je nachdem, ob nur Männchen oder auch Weibchen ins Land kämen. Dennoch sei es wichtig, das Auftreten des Wolfes zu verfolgen, Herden zu schützen und Halter zu unterstützen.

Bislang ist die Zahl der Wölfe in Baden-Württemberg eher übersichtlich: Es ist lediglich ein sesshafter Wolf im Nordschwarzwald nachgewiesen. Vor einem Jahr machte der Rüde mit dem offiziellen Kürzel „GW 852m“ Schlagzeilen, weil er für den Tod von mehr als 40 Schafen bei Bad Wildbad (Kreis Calw) verantwortlich war.

Die ersten Nachweise von Wölfen in Baden-Württemberg stammen aus dem Jahr 2015 - nachdem rund 150 Jahre lang keines dieser Raubtiere im Südwesten gesehen worden war.

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Erstellt:
24. August 2019, 12:13 Uhr

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