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UN-Hilfswerk warnt vor Gefahren für Flüchtlinge auf Landweg

dpa Berlin. Der Seeweg über das Mittelmeer ist nach Ansicht von Experten der Vereinten Nationen trotz vieler Unglücke nicht die tödlichste Flüchtlingsroute. Schon auf dem Weg dahin sterben demnach deutlich mehr Menschen.

Vincent Cochetel, UNHCR-Beauftragter für die Situation der Flüchtlinge auf der zentralen Mittelmeerroute. Foto: Martial Trezzini/Keystone/AP/dpa

Vincent Cochetel, UNHCR-Beauftragter für die Situation der Flüchtlinge auf der zentralen Mittelmeerroute. Foto: Martial Trezzini/Keystone/AP/dpa

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat vor den Gefahren für Migranten auf dem Weg zum Mittelmeer gewarnt.

Das Hilfswerk gehe davon aus, dass vermutlich mindestens doppelt so viele Menschen auf dem Weg zum Mittelmeer stürben wie im Mittelmeer selbst, sagte Vincent Cochetel, UNHCR-Beauftragter für die Situation der Flüchtlinge auf der zentralen Mittelmeerroute, der „Welt am Sonntag“. Wieviele es genau seien, könne niemand „mit Sicherheit sagen, aber es ist eine Tragödie“.

Im Oktober hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk mitgeteilt, dass bei der Flucht über das Mittelmeer in diesem Jahr bereits mehr als 1000 Menschen ertrunken seien. 2018 hatte das UNHCR 2277 Tote ?und Vermisste gezählt.?

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) nennt als Haupttodesursachen auf den Landrouten für 2018 Verkehrsunglücke,
gefolgt von Verdursten, Gewalttaten, Verhungern und Krankheiten, wie die „Welt am Sonntag“ schreibt.

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Erstellt:
3. November 2019, 08:29 Uhr

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