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Uni will Leitlinien für islamische Theologen erstellen

dpa/lsw Tübingen. Das Zentrum für Islamische Theologie (ZITh) der Universität Tübingen will stärker darauf achten, radikalen Kräften kein Podium zu bieten. „Alle Beteiligten müssen künftig genauer als in der Vergangenheit hinsehen“, teilte der Universitätsrektor Bernd Engler am Montag mit. In den kommenden Wochen sollen Leitlinien erarbeitet werden zum Umgang mit Menschen und Einrichtungen aus dem radikalen Spektrum.

Studierende sitzen mit Laptops an der Universität in einer Vorlesung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Studierende sitzen mit Laptops an der Universität in einer Vorlesung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die Universität reagiert damit auf Vorwürfe der vergangenen Monate, wonach Beschäftigte des Zentrums Kontakte zur islamistischen Muslimbruderschaft pflegten. Laut einer internen Überprüfung gebe es keine Belege für ein „Netzwerk der Muslimbrüder“ am ZITh, sagte Engler.

Am Zentrum für Islamische Theologie werden unter anderem muslimische Religionslehrer ausgebildet. Zuletzt war der Tübinger Professor Abdelmalek Hibaoui in die Kritik geraten, weil er an einer israelfeindlichen Konferenz in Ankara teilgenommen hatte. Laut Engler sollen sich die islamischen Theologen der Universität kritisch mit anderen Positionen auseinandersetzen: „Ich erwarte aber auch, dass unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in jedem Fall klar Stellung beziehen und sich nicht für fremde Zwecke instrumentalisieren lassen.“

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Erstellt:
14. Oktober 2019, 13:28 Uhr

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