Untersteller will mineralische Rohstoffe nachhaltig nutzen

dpa/lsw Stuttgart. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat den nachhaltigeren Umgang von mineralischen Rohstoffen wie Gips, Zement, Sand, Kies, Schotter oder Ton angemahnt. „Wir benötigen Rohstoffe vor Ort, um bauen und wirtschaften zu können“, sagte Untersteller am Mittwoch in Stuttgart. Wiederverwertung, Ressourceneffizienz und nachwachsende Rohstoffe seien dabei wesentliche Ansätze, um die Primärrohstoffnutzung zu verringern.

Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltminister von Baden-Württemberg, spricht. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltminister von Baden-Württemberg, spricht. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Im Land gibt es viele mineralische Rohstoffe. Nach Angaben des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (LGRB) werden im Land aktuell in fast 500 Gewinnungsstellen knapp 100 Millionen Tonnen an Steinen und Erden sowie Industriemineralen pro Jahr gewonnen. Mengenmäßig am bedeutendsten seien Kiese und Sande sowie Kalksteine. Diese Rohstoffe werden zum Beispiel im Straßenbau, für die Herstellung von Baustoffen und als Betonzuschlag verwendet.

Der Abbau der Rohstoffe führt immer wieder zu Konflikten zwischen Anwohnern vor Ort, Naturschützern und den betroffenen Unternehmen. Der Umweltminister forderte die Wirtschaft, die Planungsbehörden und die Bürgerinnen und Bürger auf, bei der Nutzung der verfügbaren Vorkommen gemeinsam nach Lösungen zu suchen. „Zum Wohle aller Menschen und der Natur im Land.“

© dpa-infocom, dpa:210414-99-197988/2

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Erstellt:
14. April 2021, 10:33 Uhr

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