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Tropensturm „Isaias“ fegt über US-Ostküste - drei Tote

dpa New York. In den USA hat „Isaias“ nach North Carolina und Virginia nun den Nordosten erreicht. Einwohner kämpfen mit Wind, Regen und Überschwemmungen. Der Sturm zieht weiter die US-Ostküste entlang und fegt über New York City.

Eine Satellitenaufnahme zeigt Hurrikan „Isaias“ über den Bahamas. Foto: NOAA/AP/dpa/Archiv

Eine Satellitenaufnahme zeigt Hurrikan „Isaias“ über den Bahamas. Foto: NOAA/AP/dpa/Archiv

Tropensturm „Isaias“ ist über die US-Staaten North Carolina und Virginia hinweggefegt und hat die Metropole New York erreicht. Entlang des Atlantiks sorgte er für starke Regenfälle und vereinzelte Überschwemmungen, sowie Millionen Stromausfälle. Mindestens drei Menschen starben.

Nachdem „Isaias“ am Vortag als Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde nahe der Küstenstadt Ocean Isle Beach auf Land gestoßen war, verlor er über Land an Kraft und wurde zu einem Tropensturm heruntergestuft. Das teilte das Nationale Hurrikanzentrum der US-Klimabehörde NOAA mit.

Besonders betroffen waren zunächst Küstenbewohner an der Grenze zwischen den Bundesstaaten North und South Carolina. Dort sei es stellenweise zu Stromausfällen und Überschwemmungen gekommen, berichteten US-Medien. Am Dienstagnachmittag meldete die Daten-Seite PowerOutage.us, dass rund drei Millionen Kunden in einem halben Dutzend Staaten zumindest kurzfristig ohne Strom gewesen seien.

Bereits am Montagabend setzte auch in der US-Hauptstadt Washington heftiger Regen ein, bevor der Sturm im Anschluss zu einer Mischung aus Regen und Sonnenschein über den Bundesstaat New York hinwegzog. Im New Yorker Stadtteil Queens wurde ein Mann in seinem Auto von einem umstürzenden Baum getötet, berichtete der Fernsehsender NBC.

Der Nationale Wetterdienst hatte zuvor die stärksten Winde seit Hurrikan Sandy 2012 für möglich gehalten. Evakuierungen oder Notstandsverordnungen wurden zunächst nicht ausgerufen. Restaurants und Bars in der Millionenmetropole waren angehalten, Tische, Stühle und weitere Möbel des wegen der Coronakrise nach draußen verlegten Angebots einzuholen. Alle Strände der Stadt waren am Dienstag geschlossen.

„Isaias“ brachte auch Bedingungen für die Entwicklung von Tornados mit sich. Bei einem der oft verheerenden Luftwirbel starben in einer Wohnwagensiedlung im US-Bundesstaat North Carolina mindestens zwei Menschen. Außerdem seien dabei in der Kleinstadt Windsor in der Nacht zum Dienstag einige Menschen verletzt worden, hatte der Gouverneur des Bundesstaates, Roy Cooper, in der TV-Sendung „Good Morning America“ bestätigt. Die Aufräumarbeiten auf dem Platz für Dauercamper dauerten noch an, insgesamt sei der Sturmschaden in der Region aber geringer als befürchtet.

Auch in anderen Teilen der US-Ostküste warnten Behörden vor Tornados durch den Sturm. In der Region New York galt zunächst bis zum Nachmittag die Beobachtungsstufe „Tornado Watch“. Diese Bezeichnung gilt oft für größere Landstriche und ruft zu Vorsicht und Vorbereitung auf, anders als die lokaleren und dringenderen „Tornado Warnings“, die zum dringenden Aufsuchen von Schutzräumen raten.

„Isaias“ war am Samstag als Hurrikan über Teile der Bahamas hinweggezogen, hatte sich auf dem Weg in Richtung der Ostküste Floridas aber wieder zu einem Tropensturm abgeschwächt. Der Sturm war in Florida nicht auf Land getroffen und wurde später wieder zu einem Hurrikan hochgestuft.

© dpa-infocom, dpa:200804-99-30843/10

Der auf die östliche Küste der USA zuziehende Wirbelsturm „Isaias“ ist wieder zu einem Hurrikan hochgestuft worden. Foto: Sarah Blake Morgan/AP/dpa

Der auf die östliche Küste der USA zuziehende Wirbelsturm „Isaias“ ist wieder zu einem Hurrikan hochgestuft worden. Foto: Sarah Blake Morgan/AP/dpa

Eine Familie am Strand der Stadt Myrtle Beach in North Carolina. Der auf die östliche Küste der USA zuziehende Wirbelsturm „Isaias“ ist wieder zu einem Hurrikan hochgestuft worden. Foto: Sarah Blake Morgan/AP/dpa

Eine Familie am Strand der Stadt Myrtle Beach in North Carolina. Der auf die östliche Küste der USA zuziehende Wirbelsturm „Isaias“ ist wieder zu einem Hurrikan hochgestuft worden. Foto: Sarah Blake Morgan/AP/dpa

Bei stürmischem Wetter stehen Menschen am Strand der bei Urlaubern beliebten Stadt Myrtle Beach in North Carolina. Foto: Jason Lee/The Sun News/AP/dpa

Bei stürmischem Wetter stehen Menschen am Strand der bei Urlaubern beliebten Stadt Myrtle Beach in North Carolina. Foto: Jason Lee/The Sun News/AP/dpa

Ein Pier in Southport (North Carolina) ist durch Tropensturm „Isaias“ stark beschädigt worden. Foto: Gerry Broome/AP/dpa

Ein Pier in Southport (North Carolina) ist durch Tropensturm „Isaias“ stark beschädigt worden. Foto: Gerry Broome/AP/dpa

Arbeiter errichten in New York eine Hochwasserbarriere, um sich auf mögliche Überschwemmungen vorzubereiten. Foto: Ron Adar/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Arbeiter errichten in New York eine Hochwasserbarriere, um sich auf mögliche Überschwemmungen vorzubereiten. Foto: Ron Adar/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

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Erstellt:
4. August 2020, 03:22 Uhr

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